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Thüringer Allgemeine Lokales 30.3.2001 

In der Therme Hohenfelden kann man ab Dienstag abtauchen
 
HOHENFELDEN (se /ah).Das Wasser plätschert schon in der neuen Avenida-Therme am Stausee Hohenfelden, drei imposante Rutschen ziehen bereits von außen die Blicke der Betrachter auf sich. Am Montag ist Eröffnung für Ehrengäste, ab Dienstag ist Badespaß für Wasserratten angesagt. 10 bis 23 Uhr wird täglich geöffnet sein, mehrere Becken und eine 900 Quadratmeter große Saunalandschaft locken. In der Mitte des großen Beckens thront ein Schiff, für überraschende Effekte werden auch ein Vulkan mit Nebelfontänen, ein Leuchtturm als Whirlpool oder eine Bar im Wasser sorgen. Plätschernde Brunnen, antike Plastiken, farbige Mosaiken, Kneippduschen und ein großes Außenbecken sollen die Badegäste begeistern. Im großzügigen Eingangsbereich helfen 1000 Schrankfächer, Wartezeiten zu verringern. Das Restaurant in der Therme hat 100 Plätze. 

Vor der offiziellen Eröffnung des hochmodernen Komplexes hat die Technik ihren Test bestanden. Das Wochenende über soll noch an Feinheiten gearbeitet werden. Der TüV hat heute in der Therme das gewichtigste Wort zu sprechen, er muss noch die Rutschen abnehmen. Gestern putzte eine Bergsteigertruppe das Dachsystem, während die Zahl der Neugierigen, die aus der Ferne ein paar Blicke riskierten, stetig wuchs. Bereits am Mittwoch legten Techniker an den Lichtspielen letzte Hand an, daneben wurde auch der Sound fürs Badevergnügen gecheckt, das Programm für die Lichteffekte auf den letzten Stand gebracht, die Strahler ausgerichtet . . . Als I-Tüpfelchen steht jetzt auch die Dekoration samt Palmen, Amphoren und Blumen an ihrem Platz. Auch die Maler haben ihre letzten Pinselstriche gesetzt. überraschungen, beteuert Michael Dietrich vom Planungsbüro Deyle, habe es bei seiner nunmehr dritten Anlage nicht gegeben. "Es ist alles so gelaufen, wie es sollte." Damit die Besucher keine böse überraschung überleben, wird das bereits komplett eingelassene Wasser aufgeheizt, damit es auf der gesamten Fläche von rund 900 Quadratmetern wohlige 28 bis 30 Grad Celsius erreicht. Vor der Therme laufen die Arbeiten indes noch auf Hochtouren. Zwar ist der Parkplatz bereits seit einer Woche beleuchtet und die Zufahrt asphaltiert. Doch gestern fehlten noch letzte Stellen im neuen Pflasterbereich.
Thüringer Allgemeine Lokales 30.3.2001 

Thüringentherme wird Drei

MüHLHAUSEN (ih).Am 4. April wird die Thüringentherme drei Jahre alt. Bis dato dürfte das Bad etwa 834 500 Besucher gezählt haben. Die meisten der Badegäste kommen aus Mühlhausen und Umland, an den Wochenenden und in den Schulferienzeiten nutzen auch viele "Badtouristen" die Freizeit für einen Abstecher nach Mühlhausen. Das sagte Martin Fromm, der Betriebsleiter der Therme, am Donnerstag. 

Der Geburtstag der Therme soll natürlich werbeträchtig genutzt werden: Ein Spezial-Tarif verspricht während der Woche vom 2. bis 8. April einen ganzen Tag lang Badevergnügen zu ermäßigtem Preis.

Einfallsreichtum ist auch gefragt. Denn die neue Bäder-Konkurrenz in unmittelbarer Nachbarschaft in Heiligenstadt und Leinefelde schläft nicht. Natürlich weiß man das in der Thüringentherme. Mit vielfältigen Kursangeboten oder Sondertarifen während der so genannten Good-morning-Stunde und Good-evening-Stunde will man die Kundschaft halten. Trotzdem: "Einbußen wird es geben", ist sich der Betriebsleiter sicher. Gäste aus dem Eichsfeld, die sonst regelmäßig kamen, werden nun die Schwimmbäder vor ihrer Haustür nutzen.

Sorgen bei Seite: Geburtstag wird gefeiert. Neben Sonderkonditionen werden in der Geburtstgagswoche auch Schnupperkurse angeboten. Hier kann jeder gegen einen geringen Obolus ausprobieren, ob dieser oder jener Kurs genau der richtige ist. Termine kann man in der Thüringentherme erfragen. Eine Einladung gibt es auch in das "Herz der Therme", wie Martin Fromm den riesigen Technikraum nennt. Dazu ist am 7. April, 14 bis 17 Uhr, Gelegenheit.
Nordkurier Lokales 30.3.2001 
Senioren wollen preiswerter in die Therme 

Templin (EB/mk). Ob sich die Eintrittspreise für die Natur-Therme nicht mit denen für Schüler gleichstellen lassen, wollte Reingard Stein aus Templin wissen. Diese Frage bewege auch viele Mitglieder der Ortsgruppe 7 der Volkssolidarität in Templin, sagte sie am Sorgentelefon unserer Zeitung. "Viele Senioren aus der Ortsgruppe würden die Therme gern regelmäßiger besuchen. Das ist ihnen allerdings zu teuer", so unsere Leserin weiter.
TZ wandte sich mit dieser Frage an Kurdirektor Uwe Mohr. Er wies darauf hin, dass Selbsthilfegruppen im Therapiebereich bereits ein ermäßigter Preis angeboten werde. Auch bei Gruppenanmeldungen gebe es Rabatte. "Für diejenigen, die die NaturTherme individuell und regelmäßig nutzen möchten, gibt es die Möglichkeit der Rabattierung von 5 bis 15 Prozent durch den Kauf von Geldwertkarten", erklärte Uwe Mohr weiter. Auch für alle anderen Angebote des Hauses gewähre man dem Besitzer einer solchen Karte fünf Prozent Rabatt. Dies gelte allerdings nicht für Leistungen der Krankenkassen sowie für Saal- und Sonderveranstaltungen.
Uwe Mohr bot an, dass man sich darüber auch jederzeit am Informationsstand in der Therme detailliert beraten lassen kann.
Füssener Blatt vom 29.03.2001 
Therme: Hoffen auf EU-Förderung 
Wengert will für Studie Interreg-III-Topf anbohren 

Füssen (hs).
An den Kosten der Machbarkeitsstudie für eine Füssener Therme sollen sich die EU und der Landkreis Ostallgäu beteiligen. Bei der Stadt Füssen würde dann ein Kostenanteil von maximal 150000 Mark hängen bleiben, erklärte Bürgermeister Dr. Paul Wengert im Stadtrat. Einen Beschluss, ob die Studie in Auftrag gegeben werden soll, trafen die Kommunalpolitiker aber nicht.
Schwäbische Zeitung Lokales 28.3.2001 
Billiger baden in der Therme 

BAD WALDSEE (sz) - In der Woche vom 2. bis 6. April präsentiert die Waldsee-Therme im Rahmen der Gesundheitswoche im Landkreis Ravensburg ein Sonderangebot. Von Montag bis Freitag gilt: Zwei Stunden bezahlen - drei Stunden baden; drei Stunden bezahlen - vier Stunden baden. Geöffnet ist täglich von 9 Uhr bis 21 Uhr. 
Augsburger Allgemeine Lokales 28.3.2001 
Großes Freizeitbad auf dem Schellenberg? 

Grundsätzliches "Ja" für 25-Millionen-Mark-Anlage 
Donauwörth (sol). Nach Ingolstadt plant nun die nächste Neuburger Nachbarkommune ein großes Freizeitbad. Ab dem Jahre 2003 könnte auf dem Donauwörther Schellenberg eine entsprechende Anlage stehen. Der dortige Stadtrat hat nun dem Umbau des dortiges Freibades in ein Erlebnisbad im Grundsatz zugestimmt. Basis für das Votum waren die Ergebnisse einer Wirtschaftlichkeitsstudie, mit der die Firma "Wasserwelt GmbH" beauftragt worden war. Darin wird mit Kosten in Höhe von 25 Millionen Mark kalkuliert und insgesamt rund 350 000 Besuchern (verteilt auf Sauna, Familien- und Freibad) gerechnet. Der durchschnittliche Eintrittspreis für das Freizeitbad beliefe sich auf 10,76 Mark und für die Sauna auf 20,16 Mark . OB Dr. Böswald: "Vom Angebot her durchaus vertretbar, weil familienfreundlich." 
Neben einigen Verbesserungen im jetzigen Freibadbereich wird für das neu zu errichtende Familienbad Folgendes geplant: 
l Beckenlandschaft mit 250 Quadratmeter Wasserfläche, 25-Meter-Bahnen, Felsengrotte mit Sprudelliegen und Wasservorhang, Wasserkreisel mit Palmeninsel, 
l 20 Meter lange Rutsche und 120 Meter lange Röhrenrutsche, 
l Wasserorgel und 120 Quadratmeter großes Ganzjahresbecken, 
l Solarien sowie Galerie mit Spielgeräten. 
Baubeginn nächstes Frühjahr? 
Als Einzugsbereich der Anlage auf dem Schellenberg wird von einem 25 Kilometer- Radius ausgegangen. Nun soll die Stadtverwaltung Verhandlungen mit der Firma Wasserwelt und deren Geldgebern zu führen, um zu klären, in welchem Rahmen einen finanzielle Beteiligung der Stadt notwendig wird. Das Ergebnis wird voraussichtlich noch vor der Sommerpause vorgelegt. Im Frühjahr 2002 könnte mit dem Bau begonnen werden.
Augsburger Allgemeine Lokales 28.3.2001 
Wenn der Badbesuch ein Erlebnis wird 

Gute Chancen für eine 25-Millionen- Anlage auf dem Schellenberg ­ Stadtrat sagt im Grundsatz einstimmiges "Ja" 
Donauwörth (sol). Schwitzen im Dampfbad oder in der Finnischen Sauna, Spaß und Gaudi in der 120 Meter langen Röhrenrutsche oder Entspannung in der Felsengrotte mit Sprudelliegen. Wo es das gibt? Heute bereits in vielen Freizeit- und Erlebnisbädern in der Bundesrepublik. Ab dem Jahre 2003 vielleicht auch in der Anlage auf dem Schellenberg. Der Donauwörther Stadtrat hat nämlich dem Umbau des dortiges Freibades in ein Erlebnisbad im Grundsatz zugestimmt. Basis für das Votum in der jüngsten Stadtrats- Sitzung waren die Ergebnisse einer Wirtschaftlichkeitsstudie, mit der die Firma Wasserwelt GmbH beauftragt worden war (wir berichteten). Darin wird mit Kosten in Höhe von 25 Millionen Mark kalkuliert und insgesamt rund 350 000 Besuchern (verteilt auf Sauna, Familien- und Freibad) gerechnet. Der durchschnittliche Eintrittspreis für das Freizeitbad beläuft sich auf 10,76 Mark und für die Sauna auf 20,16 Mark (es werden verschiedenste Tarife in der Studie ausgewiesen). OB Dr. Böswald: "Vom Angebot her durchaus vertretbar, weil familienfreundlich." 
Neben einigen Verbesserungen im jetzigen Freibadbereich wird für das neu zu errichtende Familienbad Folgendes geplant: 
l Beckenlandschaft mit 250 Quadratmeter Wasserfläche, 25-Meter-Bahnen, Felsengrotte mit Sprudelliegen und Wasservorhang, Wasserkreisel mit Palmeninsel, 
l 20 Meter lange Rutsche und 120 Meter lange Röhrenrutsche, 
l Wasserorgel und 120 Quadratmeter großes Ganzjahresbecken, 
l Solarien sowie Galerie mit Spielgeräten. 
Auch Gastronomie 
Ferner ist ein Gastronomiebereich eingeplant: intern für Badegäste sowie ein Restaurant für den Sauna- und Wellnessbereich. Eine externe Gastronomie fand nicht den Gefallen des Stadtrates. 
In der Sauna wird folgendes Raumprogramm vorgesehen: 
l Finnische Sauna, Bio- Sanarium, Dampfbäder, Infrarotsaunen, Rasul- und Hamam- Anwendungen, Salzinhalationsgrotte, Beautyfarm, 
l 80 Quadratmeter großes Ganzjahresaußenbecken, Kaminzimmer, Saunagarten im Außenbereich mit Blockhäusern als finnische Sauna und Erdsauna und und und. 
Dabei handelt es sich um die sogenannte "große Variante". Alternativ gebe es eine kleinere Lösung (der wollte aber niemand näher treten). Als Einzugsbereich der Anlage auf dem Schellenberg wird von einem 25 Kilometer- Radius ausgegangen. 
"Wir werden heute über keine einzige Mark beschließen und irgendwelche Summe freigeben", betonte OB Dr. Böswald eingangs der Diskussion. Es gehe nur um die grundsätzliche Zustimmung für die im Gutachten vorgelegte "große Lösung". Und um einen Auftrag an die Verwaltung, Verhandlungen mit der Firma Wasserwelt und deren Geldgebern zu führen, um zu klären, in welchem Rahmen einen finanzielle Beteiligung der Stadt notwendig wird. Das Ergebnis wird dann dem Magistrat ­ "voraussichtlich noch vor der Sommerpause" ­ zur Beratung und Entscheidung vorgelegt. 
CSU/JB-Sprecher Armin Neudert signalisierte für seine Fraktion Zustimmung genauso wie Sigrid Helmer für die SPD. Beide wiesen allerdings daraufhin, dass insbesondere zum Finanzrisiko der Stadt noch Fragen beantwortet werden müssten. Anton Scheller (PWG) meinte, man müsse "etwas G`scheites macher", weshalb "grünes Licht" für die große Lösung gegeben werden sollte. "Das ist was Tolles" anerkannte Karlheinz Merz (ökos), der selbst anfänglich skeptisch gewesen sei, als vor einigen Jahren Josef Reichensberger und Hans Novak (beide Junge Bürger) den ersten konkreten Vorstoß machten. Die Anlage werde eine echte Werbung. 
Reichensberger wollte noch wissen, ob, wie im Gutachten erwähnt, ohnehin Sanierungs- Investitionen notwendig geworden wären. Dazu Böswald: "Ja. Aber das sind keine Fragen des Tempos." 
Die vorgelegte Planung wird vom Bauamt als Bauvoranfrage zur Klärung der rechtlichen Belange und der Sicherung des Baurechts mit Beteiligung der zuständigen Fachbehörden geprüft. Damit geht keine Zeit verloren und eine Vertragsunterzeichnung wäre bis September 2001 realistisch. Im Frühjahr 2002 könnte mit dem Bau begonnen werden.
Karlsruher Nachrichtenmagazin Lokales 28.3.2001 
Zug um Zug
Neues Bäderkonzept für Karlsruhe / Tullabad wird geschlossen

Weiherhofbad Durlach

Karlsruhe - Die Bäderlandschaft in der Fächerstadt wird neu geordnet. Neue Zentren in Karlsruhe werden nach einem jetzt von der Stadt vorgelegten Konzept das Neue Freizeitbad sowie das Fächerbad. Die bislang umfassenden Schwimmangebote in den Stadtteilen sollen aus Kostengründen teilweise reduziert werden. Diese Hallenbäder werden zu Schwerpunktbädern umgewidmet. Als "unverzichtbar" gelten die Stadtteilbäder, wenn es um das Schul- und Vereinsschwimmen geht. Das 1955 erbaute Tullabad an der Ettlinger Straße wird nach Inbetriebnahme des Neuen Freizeitbades geschlossen werden. Das neue Konzept soll schrittweise umgesetzt werden.

Das Neue Freizeitbad südlich der Europahalle, das im Jahre 2005 eröffnet werden soll, wird eine seit langem bestehende Angebotslücke im Bäderbereich schließen. Die Vorgabe der Stadt: Ein modernes Bad, besonders geeignet für Familien mit Kindern, mit Sport-, Spiel- und Spaßmöglichkeiten, einer Saunalandschaft und einem Gastronomiebereich. Rund 1.000 Besucher werden dort täglich erwartet. Davon sollen auch viele aus dem Umland kommen, die bisher die Erlebnisbäder in Landau oder Hockenheim aufgesucht hatten.

Fächerbad als Schwimmzentrum

Bestehende Bäder in Karlsruhe werden aber Besucher verlieren. Um sie trotzdem wirtschaftlich halten zu können, sollen punktuell Verbesserungen vorgenommen werden. Einzelne Schwerpunkte, beispielsweise die Erweiterung und Modernisierung einer Sauna, sollen bestimmte Bäder attraktiver machen.

Eine zweite Hauptanlaufstation für Schwimmbegeisterte sieht die Stadt im Fächerbad. Geographisch macht dies durchaus Sinn, liegt das Fächerbad doch im Norden von Karlsruhe. Aber auch dieses Sport- und Freizeitbad, 1982 gebaut, wird vermutlich Badegäste verlieren, wie es in dem Papier heißt. Deshalb will die Stadt auch hier ein "erlebnisorientiertes Wasserangebot" aufnehmen. Die Betreiber, die "Sportpark Karlsruhe-Nordost GmbH", ein Zusammenschluss verschiedener Karlsruher Vereine, haben ebenfalls ein ausführliches Konzept vorgelegt, wie sie sich die Zukunft des Fächerbades vorstellen. Dafür wurden sie vom zuständigen Bürgermeister Harald Denecken ausdrücklich gelobt.

Im Rahmen der Möglichkeiten

überhaupt baut Denecken, was das Schul- und Vereinsschwimmen betrifft, auf die Kooperation der Vereine. Die müssen sich auf einige Veränderungen in den nächsten Jahren einstellen. Insbesondere die 26 Schulen, die bislang im Tullabad ihren Schwimmunterricht durchgeführt haben, sind davon betroffen. Das Bäderkonzept sieht eine Verlagerung ins Neue Freizeitbad vor.

Geschlossen wird das Hallenbad in Wettersbach, wenn nicht die Besucherzahlen derart in die Höhe schnellen, dass der Erhalt des Bades wirtschaftlich erscheint. Die sieben betroffenen Schulen müssen nach Grötzingen und Durlach ausweichen. Das Grötzinger Bad soll künftig vollständig von Schulen und Vereinen genutzt werden. Im Konzept heißt es außerdem: "Im Rahmen der Möglichkeiten können Kurse und öffentlicher Badebetrieb angeboten werden." Nach der Schließung in Wettersbach gewinnt das Weiherhofbad in Durlach hingegen an Bedeutung. Es gilt künftig als sogenanntes Ergänzungsbad in der Karlsruher Bäderlandschaft.

Entspannung im Wellness-Bereich

Adolf-Ehrmann-Bad

Ebenso als "Nischen- und Ergänzungsbad" gesehen wird das Adolf-Ehrmann-Bad in Neureut. Aufgrund der guten Akzeptanz und dem guten baulichen Zustand sieht die Verwaltung keine Probleme das Bad zu halten. Ein neues Freibecken sowie eine Blockhaussauna sollen zur Attraktivitätssteigerung beitragen.

Das Vierordtbad wird zu einem Wellness-Zentrum für Entspannungs- und Ruhesuchende mit Whirlpool und Rasulbad ausgebaut. In der sehr beliebten Sauna hofft die Stadt außerdem auf zahlreiche Gäste aus dem benachbarten Kongresshotel, das dann fertig gestellt sein wird. (dis)
Obermain - Tagblatt Lokales 23.3.2001 
Die Bäder in der Steiermark setzen auf Wellness

Zweckverband Thermalsolbad besichtigt Thermen und Saunen in Blumau, Loipersdorf, Waltersdorf und Lutzmannsburg-Frankenau / Mut zu Investitionen 
on Christine Schweßinger

Der Zweckverband Thermalsolbad will das Saunaland in der Therme erweitern. Es fehlen in Staffelstein Kaminecke, Ruheplätze und ein Saunagarten. Um sich über neue Ideen im Wellness-Bereich zu informieren, unternehmen die Verbandsräte eine Infofahrt in die Steiermark. Die Bäder in Blumau, Loipersdorf, Waltersdorf und Lutzmannsburg-Frankenau haben in den vergangenen Jahren erheblich investiert.

Der Betriebsleiter der Obermain Therme, Bernhard Hübner, hat die Drei-Tages-Tour in die Steiermark organisiert, er hat sich dort um kompetente Führungen bemüht. Otto Schuhmann kennt diese Bäder seit Jahren. Auch die Therme-Architekten Vural Cokbudak, Florian Kurz und Winfried Lebok sind mit von der Partie.

Hundertwasser-Hotel

Eine Sensation ist die Unterbringung in dem von Friedensreich Hundertwasser gestalteten "Rogner Dorint Hotel" in Blumau, ein Gebäude ohne Ecken und Kanten mit Türmen - fast wie aus 1001 Nacht. Das Hotel hat 271 Zimmer und einen direkten Anschluss zur Wasserlandschaft und Sauna. Nach der langen Busfahrt ist der Aufenthalt in der 1600 Quadratmeter großen Wasserlandschaft wohltuend. Im Saunaland stehen finnische Sauna, Sanarium, römisches Schwitzbad, türkisches Dampfbad und Ruheräume zur Verfügung. Das Hotel hat ein ganzheitliches Zentrum mit Fango, Akupunktur, Massagen, Ganzkörperbehandlungen und Massagen. Klangvolle Namen: Das Restaurant heißt "Lebensfroh" und die Bar "Klimbim". 
Loipersdorf: 2200 bis 2300 Besucher täglich verzeichnet diese Therme. Das Bad setzt auf Wellness: Gesichtsbehandlungen, Schlankheitswickel, Schönheitsbäder und Körperübungen. Die Gäste können sich in der 5000 Quadratmeter großen Wasserfläche erholen. 50 Prozent der Badegäste kommen aus den Hotels. "Unsere Hotels haben eine Auslastung von 80 bis 90 Prozent", informiert Betriebsleiter Gottfried Krenn. Ein Unterschied zu Staffelstein: Betreiber ist zu 83 Prozent das Bundesland Steiermark, 17 Prozent gehören der Gemeinde. Und noch etwas ist anders: Die Gastronomie wird selbst betrieben.
Das Bad legt Wert darauf, dass sich Alt und Jung wohlfühlen. Es gibt sogar einen megalithischen Kraftwanderweg. Drei Stunden haben die Verbandsräte Zeit, in der Therme und in der Sauna Körper und Geist zu erfrischen. Die Sauna ist ein Highlight mit Feng-Shui- Kneippbecken, Steinbad, Felsenduschen und Freibereich. Landrat Reinhard Leutner wirkt allerdings nach dem Saunabesuch am Vormittag recht geschafft.

Lichttherapie in der Sauna

Bad Waltersdorf überzeugt die Verbandsräte nicht besonders. "Das sieht wie ein Verbrauchermarkt aus", findet Landrat Reinhard Leutner. Und die Sauna, die die Verbandsräte besonders interessiert, kann nicht besichtigt werden. Bademeister Herbert Gigler sagt, dass das mit Natrium-Hydrogencarbonat-Chlorid angereicherte Wasser mit 62 Grad aus 1200 Meter Tiefe kommt. Eigentümer ist eine Aktiengesellschaft. Die Therme ist 1984 eröffnet worden, 1989 ist das Therapiezentrum dazu gekommen. 750 bis 800 Gäste besuchen dieses Bad mit der 1200 Quadratmeter großen Wasserfläche täglich, 200 schwitzen durchschnittlich pro Tag in der Sauna, die eine Gesamtfläche von 1000 Quadratmeter hat. Auch Lichttherapie gibt es dort. Einmalig in Bad Waltersdorf ist der erste Fußparcour Europas. In einer Blumen- und Duftstrecke können die Fußmuskeln gekräftigt und die Körperhaltung verbessert werden. Details erfahren die Verbandsräte in einem Film, der allerdings toll gemacht ist und neben der Therme und Sauna auch mit Freizeitangeboten vertraut macht. Vielleicht auch eine Anregung für die Obermain Therme.

Erlebnisbad und Ruhetherme

Die letzte Besichtigung der Tour ist die Sonnentherme in Lutzmannsburg-Frankenau im Burgenland nahe der ungarischen Grenze. "Sie hat eine größer Erfolgsgeschichte als die Obermain Therme", sagt Bernhard Hübner. In dem strukturschwachen Gebiet hat 1987 die Universität Budapest auf der "Stierwiese" eine Bohrung unternommen und ist in 950 Meter Tiefe auf ihrer Suche nach Thermalwasser fündig geworden. Der dortige Bürgermeister Horst Werber erzählt, dass man versucht habe, Investoren zu finden. Hilfestellung habe Bad Waltersdorf gegeben. Die Bemühung, TUI zu mobilisieren, hätten sich schnell zerschlagen. Betreiber der Sonnentherme ist zu 95 Prozent das Land Burgenland, nur zu fünf Prozent die Gemeinde - also fast ein Staatsbad. Der Bürgermeister schildert, dass 1994 die erste Aufbaustufe erfolgt ist. Im Jahre 2000 haben 310000 Gäste die Therme besucht.

Ideale Ergänzung

Etwas ganz Besonderes: Kinder unter sieben Jahren zahlen keinen Eintritt. österreichweit einmalig ist das Angebot für Babys, die schon ab dem dritten Monat im speziellen Pool mit einer Wasserrutsche und einem Flachwasserbecken professionell betreut werden. Für die Eltern gibt es Vorträge über Allergien oder Kinderkrankheiten. Der Aktivbereich für kleine und große Kinder hat eine Wasserfläche von 1000 Quadratmetern. Eine Attraktion ist die 111 Meter lange Riesenrutsche.
Doch das Erlebnisbad sei für viele Besucher zu laut gewesen, berichtet der Bürgermeister. Vor zwei Jahren ist die Ruheterme mit einer Fläche von 400 Quadratmetern eröffnet worden, "in der man die Seele baumeln lassen kann." Es ist eine ideale Ergänzung von Spaßbad- und Erholungstherme. "Wenn wir vor zwei Jahren hier gewesen wären, dann hätten wir das städtischen Hallenbad nicht gebraucht, sondern das Spaßbad hätte in die Obermain Therme integriert werden können", meint Dritter Bürgermeister Winfried Ernst. 

Auslastung von 97 Prozent

Die vier Hotels haben einen 300 Meter langen Verbindungsgang zur Sonnentherme. Jedes Hotel ist auf einen Bereich spezialisiert: Sport, Kinder und ältere Besucher. "Die Hotels mit insgesamt 450 Betten haben eine Auslastung von 97 Prozent. Man hat kaum eine Chance, ein freies Bett zu bekommen", sagt Bürgermeister Horst Weber. Mehr als 1000 Besucher werden nicht eingelassen, schließlich soll es für jeden eine Liege geben. Hotelgäste dürfen bereits um 8.30 Uhr rein, ab 9 Uhr ist die Therme geöffnet. "Um elf Uhr ist in der Regel kein Zugang mehr möglich," sagt Weber. 80 Prozent der Besucher sind Tagesgäste, 20 Prozent kommen aus den Hotels.
Die Sonnentherme konzentriert sich auf Kinder und Jugendliche. Wer schon als Baby hier war, der kommt auch als Jugendlicher und Erwachsener wieder. Jeden Freitag findet eine spezielle Veranstaltung für die Jugend statt. Großzügig angelegt ist die Saunawelt, in der Bio-, Licht- und Kräutersauna gibt. 100 Grad heiß ist es in der Finnischen Sauna.

Weinprobe mit Musik

Zum Abschluss lädt Bürgermeister Horst Weber zur Weinprobe in die Winzergenossenschaft. Und da geht die Post ab. Johann "TüV" Schorn spielt auf der Gitarre und der Ebensfelder Bürgermeister Bernhard Kaspar entpuppt sich als ein genialer Sänger. Adolf Geuß sorgt auf seiner Trompete für Stimmung.

Verband wächst zusammen

überhaupt kommt die Geselligkeit während der Besichtigungstour nicht zu kurz. Ein Glasel Wein und Brot, Käse und Kümmelbraten in einer Buschenschenke oder eine Unterhaltung in der Hotelbar, ein Witz von Landrat Reinhard Leutner oder von Johann "TüV" Schorn - so mancher Verbandsrat hat seine Vorurteile gegenüber bestimmten Fahrtteilnehmern abgebaut. Der Verband ist durch die Fahrt zusammengewachsen. Und das kann sich nur positiv auf die Entwicklung der Therme auswirken. "Es sind drei lehrreiche Tage gewesen und es war absolut spitze", meint Verbandsvorsitzender, Bürgermeister Georg Müller. Er will in Kürze wegen der Saunaerweiterung in der Obermain Therme bei der Regierung in Bayreuth vorsprechen. "Wir müssen uns auf dem Markt behaupten. Stillstand wäre ein Rückschritt", sagt Betriebsleiter Bernhard Hübner.
Neue Westfälische Lokales 24.3.2001 
Therme feiert Geburtstag
Im Festzelt gibts Musik von Radio Hochstift 

Bad Driburg (NW). Sieben Jahre Driburg-Therme - das soll gefeiert werden. Am Sonntag, 25. März, findet deshalb von 11 bis 18 Uhr in und rund um die Driburg-Therme ein Geburtstagsfest für Jung und Alt, für die ganze Familie, statt. 

Sieben Jahre Driburg-Therme - da werden besondere überraschungen geboten. So erhalten all diejenigen freien Eintritt, die am Sonntag, 25. März, Geburtstag haben. 

Sieben Jahre Driburg-Therme, da heißt es von 11 bis 18 Uhr feiern, zum Beispiel im Festzelt mit Musik von Radio Hochstift, das auch live über den Geburtstag berichtet. Dazu gibt es ein großes Thermen-Quiz mit vielen attraktiven Preisen sowie eine Geburtstagsüberraschungs-Torte. Für die richtige Unterhaltung der Kinder sorgen die Sparkassen-Knax-Springburg und der Auftritt eines Zauberers. Sollte bei diesen Aktivitäten Hunger oder Durst entstehen: Auch hierfür ist vorgesorgt. Neben einer deftigen Erbsensuppe und Würstchen vom Grill bietet das Bistro in der Driburg-Therme eine vielfältige Auswahl an Speisen und Getränken an. 

Ein weiterer Höhepunkt ist ein "run up" (joggen + walken) in Kooperation mit dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) und der Gesundheitskasse AOK, die an diesem Tag auch alle Fragen rund um das Thema Ernährung beantwortet. Die Gesellschaft für Entwicklung und Management von Freizeitsystem (GMF) als neue Betriebsführung der Driburg-Therme ist sich sicher, an diesem Tag ein vielfältiges Angebot für die unterschiedlichsten Zielgruppen zu bieten. 
Stuttgarter Nachrichten Lokales 22.3.2001 (von Gerhard Schertler)
Gesundheitsamt warnt vor Barfußpfad am Thermalbad
Verbreitung von Erregern nicht kontrollierbar - Gemeinderat setzt sich über Bedenken hinweg

Beuren - Eindringlich warnt das Esslinger Gesundheitsamt davor, bei der Panorama-Therme in Beuren einen Barfußpfad anzulegen. Der Gemeinderat hält die Ratschläge für Schikane und beschloss das Projekt.

"Bei den Diskussionen mit dem Gesundheitsamt kann man schon die Lust am Arbeiten verlieren'', meckerte Beurens Bürgermeister Erich Hartmann jüngst im Gemeinderat. Die Räte nickten zustimmend, denn auch sie werteten die Stellungnahme der Kreisbehörde zum geplanten Wassertretbecken und dem Barfußpfad nicht als gut gemeinten und kompetenten Rat, sondern als "neue Prügel von den Behörden''.

Die positive orthopädische Wirkung eines Barfußpfades wird auch von den Hygienikern im Gesundheitsamt nicht verkannt. "In der Kombination mit einem Thermalbad ist die Einrichtung allerdings nicht zu vertreten'', meint Jürgen Kalthoff, der stellvertretende Leiter des Esslinger Gesundheitsamtes. Der Mediziner fürchtet, dass über den neuen Weg und dessen Benutzer Bakterien und Viren in die Badebecken der Thermen gelangen und sich dort wegen des warmen Wassers rasant ausbreiten. Unter Umständen sei die Wasseraufbereitungsanlage des Thermalbads nicht mehr in der Lage, die Masse der Erreger abzutöten. Die Folge: Badbesucher können sich Warzen, Eitererreger oder Fußpilz einfangen. Letzterer nahm nach den Erkenntnissen des Gesundheitsamts in jüngster Zeit sowieso schlagartig zu.

Nachdem sich der Beurener Gemeinderat entschlossen hat, auf die Attraktion nicht zu verzichten, sondern sie zusammen mit einem neuen Wassertretbecken im Außenbereich zu bauen, kündigt Kalthoff an, die Panorama-Therme verstärkt zu überwachen. Nach Angaben des Mediziners ist es nicht möglich, die Gefahren durch eine Desinfektionsanlage zwischen dem Pfad und den Badebecken einzudämmen. "Bei diesen Voraussetzungen muss jeder Hygieniker äußerst skeptisch reagieren'', erklärt der stellvertretende Behördenleiter.

Im Beurener Gemeinderat werden die Ratschläge aus Esslingen eindeutig als überzogen, wenn nicht gar als Schikane angesehen. Ein Beispiel aus Freiburg zeigt Bürgermeister Hartmann, dass sich das Esslinger Gesundheitsamt besonders pingelig anstellt, denn im Breisgau sei der Barfußpfad am Thermalbad für die Gesundheitsbehörden kein Problem gewesen.
an-online: Nachrichten aus Aachen 21.03.2001  (von Nicole Nelißen)

50 000. Besucherin begrüßt - Erste Bilanz 

Die Therme will bis 23 Uhr offen halten 

Aachen (an-o). Darauf war Ruth Feldermann nicht vorbereitet: Werner Schlösser, Direktor der Kur- und Badegesellschaft Aachen, begrüßte sie mit Blumen, einem Saunatuch, einem Gutschein und Sekt als 50.000. Besucherin der Therme.

"Einmal in der Woche lege ich hier einen Wellnesstag ein," erzählte die leidenschaftliche Saunagängerin aus Aachen, die bereits mehrere Stunden schwimmen, schwitzen und schwelgen hinter sich hatte.

Rund zwei Monate, nachdem die ersten Gäste die Bade- und Saunalandschaft eingeweiht hatten, zieht Werner Schlösser eine positive Bilanz: "Pro Tag haben wir im Durchschnitt 900 Besucher, das ist eine gewaltige Zahl." Die Geschenkgutscheine und auch die Stammkarten fänden einen reißenden Absatz. 

Laut Statistik tummeln sich etwa 65 Prozent aller Gäste in den Thermalpools, die restlichen 35 Prozent schwitzen lieber in den Saunen. "Die Gäste sind zum größten Teil altes Stammpublikum aus dem Quellenhof, es haben sich aber auch neue Saunacliquen gebildet", beobachtete Schlösser. 

Der Hauptteil der Besucher stammt aus Aachen, aber in Zukunft will Schlösser auch Sauna- und Thermenliebhaber außerhalb der Stadt- und Kreisgrenzen anlocken. "Ich halte deshalb eine Verlängerung der öffnungszeiten auf 23 Uhr für zwingend erforderlich", so der Kurdirektor. Ein entsprechender Antrag ist bereits gestellt. 

"Lärm vertretbar"

Der Lärm sei für die Anwohner vertretbar, sogar der geplante Biergarten werde keine Belästigung darstellen, da er in Richtung Stadtgarten liegt. "Viele Anwohner betrachten die Therme als Aufwertung des Viertels. Wir haben die Bürgersteige gepflastert und den Kinderspielplatz neu angelegt," hofft Schlösser auf eine Genehmigung.
Thüringer Allgemeine Lokales 22.3.2001 (Angelika Haubner)
Schnee auch im Hochsommer 

HOHENFELDEN. 
Wenn am 3. April die ersten Badegäste in die mediterrane Welt der Avenida-Therme Hohenfelden eintauchen, soll eitel Sonnenschein herrschen. Bis dahin wollen die Deyle-Gruppe und der Landkreis Weimar-Land den Streit über den Kaufpreis für das Ferienpark-Gelände beigelegt haben, kündigte Thomas Schneider, Geschäftsführer der Ferienpark GmbH und der Therme-Betreibergesellschaft an. Beide Seiten hätten deutlich gemacht, die strittigen Punkte einvernehmlich klären zu wollen. Der Investor strebt eine Kaufpreisminderung wegen Mängeln in der Infrastruktur an.

Die Einweihung der Therme sei ein großer Meilenstein in der Entwicklung des Ferienparkes, betonte Schneider. Der Standort Hohenfelden und die gesamte Region würden aufgewertet. "Wir haben dabei nicht nur den Tagesgast im Auge", so Schneider. Mit einem solchen Bad könne auch die Verweildauer der Touristen erhöht werden.

Die Angebote richten sich an Familien wie auch an Erholungssuchende. Das Innenbecken mit Schiff, Leuchtturm, Vulkan und drei Rutschen bietet jede Menge Attraktionen für die jüngeren Gäste. Die 900 Quadratmeter große Sauna-Landschaft entführt in ein römisches Dampfbad, Aromabad, finnische Saunen und mehr. Abkühlung bieten u.a. ein großes Außenbecken und ein Schneehaus, in dem man sich auch im Hochsommer in die weißen Kristalle fallen lassen kann. Das Interieur erinnert mit plätschernden Brunnen und Mosaiken an den Mittelmeerraum. Daher auch der neue Name: Avenida kommt aus dem Spanischen und heißt so viel wie Allee der Attraktionen. Geöffnet hat die Therme ab 3. April täglich von 10 bis 23 Uhr. 40 Mitarbeiter, zu über 90 Prozent aus der Region, sorgen für das Wohlbefinden der Gäste. Die Eintrittspreise orientieren sich an der Rennsteigtherme in Oberhof. Dort bezahlt ein Erwachsener für Bad und Sauna einen Tagespreis von 28 Mark. Für Kinder, Auszubildende und Senioren gibt es Ermäßigungen. Mit einem Ansturm rechnet Schneider zu Ostern. Dann ist im Ferienpark Saisonauftakt.
Badener Zeitung Lokales 21.3.2001

Römertherme: Aus Desaster Jubelmeldung gemacht?

Grüne und LiF zur Endabrechnung

Der „Jubelmeldung“ von Bgm. August Breininger zur Baukosten-Abrechnung der Römertherme können sowohl LiF als auch die Grünen nichts abgewinnen. Freut sich der Bürgermeister über die „Unterschreitung der Baukosten“ sprechen die Grünen von einer „zwiespältigen Bilanz“, LiF von „Zahlenspielchen“ und „Schönfärberei und Dilettantismus“.

Als positiv beim Bau der Therme bewerten die Grünen die gelungene Glasdachkonstruktion, einen nach Anlaufschwierigkeiten glatten Bauablauf und das späte, aber doch strenge Kostencontrolling, welches zu guter Letzt sogar das Verbessern von Konzeptfehlern innerhalb des Baubudgets ermöglichte. Unter die Leiste „Negativ“ fallen die Kosten, die um 40% teurer sind als in der Konzeptphase; weiters die Eigenkapitalbelastung (Rücklagenauflösungen), die sich als mehr als doppelt so hoch wie in der Konzeptphase gestaltete. Zum Kritikpunkt „keine Ausschreibung der Architektenleistungen“ kommen noch wesentliche Konzeptmängel, die nachträglich behoben werden müssen, ein verspätetes Marketingkonzept, das im ersten Betriebsjahr hohe Verluste einfahren ließ und die Verabsäumung großzügiger innovativer Ideen trotz ausreichender Baugröße. „Von einem Hokuspokus, das aus Desastern Jubelmeldungen werden lassen“ spricht LiF-Frontfrau Birgit Lion- Schwameis und führt aus: „Die Therme hat plötzlich nicht 100 Millionen mehr verschlungen, als ursprünglich geplant (nämlich 280 statt 180 Mio. S) und das Gemeindebudget damit massiv belastet, aber nein: Hurra, wir haben ein paar Millionen (gegenüber einem unter Druck für ein worst case-Szenario beschlossenen Finanzrahmen) eingespart.“ 
Nordkurier Lokales 21.3.2001

Ostseetherme feiert fünfjähriges Bestehen 
Am Jubiläums-Wochenende wird der 965 000. Gast erwartet - Betreiberform steht zur Debatte 
Ostvorpommern/Insel Usedom (EB/ks). Die Usedomer Ostseetherme feiert am 23. März ihren fünften Geburtstag. Grund genug für den Kur-Zweckverband, zu einem Party-Wochenende einzuladen. Es beginnt am Freitag um 22 Uhr mit der Mitternachtssauna.
Am Sonnabend werden die Besucher mit Disko-Klängen unterhalten, ehe um 16 Uhr Sport, Spiel und Spaß mit Adi versprochen ist. Und um 17 Uhr wird die große Pool-Party mit den "Ready Teddies", der Gruppe Fantasy und Leticia eröffnet. Am Sonntag um 10 Uhr vertauschen die Regionalliga-Handballer das Hallen-Parkett mit dem nassen Element und spielen Wasserball. 
Auch Clown Lolo lässt sich zwischen den Wasserratten blicken, die sich bei Malwettbewerb, Wissensquiz oder Schminken tummeln.
Am Jubiläumswochenende wird in der Therme der 965 000. Gast erwartet, bilanzierte Kurdirektor Dietmar Gutsche. Für ihn steht fest: "Der Bau war zur richtigen Zeit die richtige Investition." Nachdenken müsse man nur über die Form der Betreibung.

Jeder dritte Gast aus Polen
Wie berichtet, planen die Kaiserbäder eine Privatisierung. Wirtschaftsprüfer haben auch schon verschiedene Varianten untersucht, sollen aber demnächst im Vorstand erst noch einmal nähere Erläuterungen geben. Obwohl in ganz Mecklenburg-Vorpommern mittlerweile elf Thermen entstanden sind, ist Gutsche nicht bange um die Zukunft des Insel-Bades: Immerhin wohnen 45 000 Usedomer auf der polnischen Seite der Insel, rechnet er vor. Und mittlerweile kommen auch rund 30 Prozent der Besucher aus dem Nachbarland. 
Frankfurter Neue Presse Lokales 20.3.2001 (Von Dirk Müller-Kästner)

Säuretank undicht: Alarm im Thermalbad

Bad Soden. Es sah dramatisch aus: Feuerwehr und Rettungsdienste waren als Großaufgebot mit etwa 100 Personen angerückt. Feuerwehrleute liefen in Spezialanzügen und mit Gasmasken sowie schwerem Atemgerät herum. In einem Dekontaminationszelt wurden diejenigen Einsatzkräfte abgespritzt, die aus dem Keller des Thermalbades kamen. Das Gebiet um die Sodenia-Therme war weitläufig abgesperrt, der Verkehr wurde umgeleitet.

Für die große Aufregung gestern Vormittag waren zwei kleine Löcher in einem Salzsäurebehälter des Thermalbads verantwortlich. Aus ihnen floss 33-prozentige Salzsäure, die eigentlich dazu benötigt wird, das laugenhaltige Solewasser neutralisieren zu können. Es entstanden ätzende Dämpfe. Ein 30 Jahre alter Haustechniker hatte die Löcher am frühen Morgen entdeckt. "Nachdem ein Beheben des Defektes gescheitert war, wurde die Freiwillige Feuerwehr verständigt", so Kur-Geschäftsführer Georg Hense. Gegen 8.10 Uhr ging der Alarm bei der Sodener Wehr ein.

Der Kur-Techniker verätzte sich ein wenig am Arm. Er wurde von einem Notarzt ambulant behandelt. Es blieb zum Glück die einzige Verletzung an diesem Tag.

Die Feuerwehrleute stopften die Löcher im Ventilbereich am Boden zunächst provisorisch mit Holzpfropfen zu. Gleichzeitig forderten die Sodener Unterstützung an. Aus Schwalbach kam ein Messzug, die Dekontaminationsexperten rückten aus Liederbach an. Von der Firma Infraserv kam schließlich ein Spezial-Saugwagen, der die im Tank verbliebene Salzsäure absaugte.

Besucher der Therme wurden gestern wieder nach Hause geschickt. Die Menschen in dem Hochhaus, in dem auch die Therme untergebracht ist, wurden aufgefordert in ihren Räumen zu bleiben, da Messungen in den Gängen positiv waren. Allerdings lagen die Werte noch etwa 50 Prozent unterhalb der kritischen Grenze. Das Gebäude wurde gelüftet, wobei auch Hochdrucklüfter zum Einsatz kamen.

Auch in der Umgebung wurde nach Hinweisen auf die giftigen Dämpfe gesucht. Die Messungen waren jedoch negativ. Lediglich rund ums Leck wurden immer wieder hohe Konzentrationen der Salzsäuredämpfe gemessen.

"Die Therme ist so
marode wie die Kur"

Während die Feuerwehr größte Vorsicht walten ließ, gab es unter den Schaulustigen zahlreiche ironische und zynische Kommentare. "Das musste ja passieren", hieß es. Und: "Mal sehen, was als nächstes passiert. Die lassen doch alles nur noch verfallen. Das Thermalbad ist so marode wie die gesamte Kur."

Kur-Geschäftsführer Georg Hense sieht das anders: Die Löcher seien an einem Verschleißteil entstanden. An einer Stelle, die sich kaum kontrollieren lasse. Die vier Techniker des Hauses würden die gesamte Anlage jedoch regelmäßig überprüfen. "Und wir hatten eh vor, den Behälter auszutauschen", sagte Hense gestern. Es seien bereits Angebote angefordert worden.
Rheinpfalz Online  21.03.2001

Monte-mare-Bad: Morgen Startschuss 


Verträge werden notariell beurkundet 

Mit der notariellen Beurkundung eines ganzen Vertragspakets fällt morgen der offizielle Startschuss für die Verwirklichung des monte-mare-Freizeitbads im PRE-Park. Die Bauarbeiten für das 36 Millionen Mark teure Freizeitbad sollen nach den Worten von Willi A. Fallot-Burghardt, einem der drei Geschäftsführer der Objektgesellschaft, die den Neubau errichtet, im Laufe des Oktober beginnen und rund 13 Monate dauern. 

Die Objektgesellschaft wird zu 100 Prozent von der PRE-Gruppe gehalten. Die Betreibergesellschaft, die das Freizeitbad führen wird, wird mehrheitlich von der monte-mare-Gruppe (Rengsdorf) bestimmt. Die Stadt wird mit rund elf Prozent an ihr beteiligt sein.
Die Stadt wirkt in dem Vertragswerk als Zuwendungsgeber. Sie leistet selbst fünf Millionen Mark für den Bau des Freizeitbads und gibt weitere 10,3 Millionen Mark an Mitteln des Landes für das Bad und einen Großparkplatz an die Bauherrn weiter.
Die Vereinbarungen sehen vor, dass die Stadt zusätzlich jährlich einen Betrag von 1,2 Millionen Mark zum Betrieb des Freizeitbads zuschießt, in dem ein wichtiger strukturpolitischer Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts gesehen wird. Die jährliche Zahlung der Stadt soll über 25 Jahre erfolgen. Danach fällt das Bad, das auf einem 20.000 Quadratmeter großen Grundstück auf dem Hochplateau des PRE-Parks entsteht, kostenfrei an die Stadt zurück. 
Die Betreiber rechnen nach Darstellung von Fallot-Burghardt mit 290.000 Besuchern des Freizeitbads und weiteren 60.000 Besuchern der Sauna. Offen ist zurzeit noch, ob in dem Freizeitbad ein Tauchbecken realisiert wird. Entsprechende überlegungen darüber wurden vor einiger Zeit laut. (rdz) 
Süddeutsche Zeitung Lokales 17.3.2001 (von Dieter Baur) 

Bäderwelle schwappt über Schwaben
Der Konkurrenzkampf mit Thermalwasser, Saunen und spektakulären Rutschen wird rund um Augsburg immer härter.

Als jüngster Höhepunkt in der schwäbischen „Wasserschlacht“ wurde am Freitag das Freizeit- und Erlebnisbad „Titania“ in Neusäß bei Augsburg eröffnet. Es ist fürs erste die spektakulärste Einrichtung im härter werdenden Konkurrenzkampf in der Bäderlandschaft Schwabens. Weitere Großprojekte sind in Planung. Im „Titania“ leistet sich Neusäß, was sich heutzutage nur mehr eine ausgesprochen reiche Kommune leisten kann. Die Stadt hat in den vergangenen zehn Jahren Vorhaben im Wert von 200 Millionen Mark fast ausschließlich aus Rücklagen bezahlt. Auch die 35 Millionen fürs „Titania“ werden ohne jede Kreditaufnahme finanziert. Für den „Erlebnispark der Superlative“ schaute sich Bürgermeister Manfred Nozar in der ganzen Welt um. Er reiste zum ärger der heimischen Handwerker bis nach Marokko, um Fliesen zu ordern und Fliesenleger zu verpflichten. Und er begutachtete in Finnland Saunen, von denen es elf an der Zahl im „Titania“ gibt – neben den orientalischen Dampfbädern. Am Rande der Innen- und Außenbecken im Erlebnisbereich liegt als Attraktion ein Piratenschiff, gebaut in einer Werft am Ammersee. Mutige Badegäste können sich – je nach Laune – mal in eine Trichterrutsche stürzen und mal in eine Rutsche in Form einer Achterbahn. 

Am Tag der offenen Tür kamen bereits 25 000 Neugierige. Bürgermeister Nozar rechnet künftig mit 240 000 Besuchern pro Jahr. Im Einzugsgebiet liegen freilich beachtliche Konkurrenten. Vor allem das Neu-Ulmer „Atlantis“. Das über 40 Millionen Mark teure Erlebnisbad mit 13 Saunen wurde im Dezember 1998 eröffnet und konnte im Juni 2000 bereits den millionsten Besucher begrüßen. Etwas hat das Neu-Ulmer „Atlantis“ sogar dem Neusässer „Titania“ voraus: Thermalwasser, für das die Städte Ulm und Neu-Ulm 1036 Meter tief bohren ließen. So weit möchte auch der Betreiber des „Titania“ kommen, der Stuttgarter Uwe Deyle. Allerdings nicht in Neusäß, sondern in Königsbrunn südlich von Augsburg. Deyle führt dort die „Königstherme“, die eine Neuausrichtung in Richtung „Wellness“ erfahren soll. Dafür plant die Stadt Königsbrunn eine Tiefenbohrung. Wenn es klappt, will der Betreiber eine Kombikarte mit Neusäß anbieten – so lassen sich, hofft Deyle, die Besucherströme am besten steuern. 

Inzwischen läuft auch in Friedberg im Osten von Augsburg eine Ausschreibung für eine Bohrung nach Thermalwasser. Und in Bad Wörishofen, nicht einmal 50 Kilometer südlich von Augsburg, ist man bereits auf 37 Grad heißes Wasser gestoßen. Der Friedrichshafener Architekt Josef Wund, der auch die Erdinger Therme gebaut hat, will nun in dem Kneipp-Kurort 40 Millionen Mark in ein neues Thermalbad investieren.
Darmstädter Echo Lokales 18.3.2001

Badeklima bekommt Minister Dr. Christean Wagner beim Besuch der Therme voll des Lobes

BAD KöNIG (brit). „Es ist wunderbar hier – ich sag das nicht einfach so, ich meine das wirklich“, versicherte der hessische Justizminister Dr. Christean Wagner (CDU) am Donnerstag nach seinem Rundgang durch die Odenwaldtherme. Doch der Staatsminister musste niemanden von der Aufrichtigkeit seiner Bekundung überzeugen: Die Begeisterung des promovierten Juristen durften Bürgermeister Johann Weyrich, der CDU-Kreisvorsitzende Karl-Bernfried Meschenmoser, Erster Stadtrat Bernd Blumenschein oder der CDU-Fraktionsvorsitzende Rüdiger Otterstedde an jedem Stopp hautnah miterleben.
Die lokalen Unions-Größen hatten den prominenten Gast in Bad König durch das tropische Klima der Therme begleitet. Traten so manchem Kommunalpolitiker im flotten Straßenanzug bei 37 Grad kleine Schweißperlen auf die Stirn, hatte Dr. Wagner auch an dieser Stelle nur Lob parat: „Ich kenne solche Anlagen, da ist man dann total durchgeschwitzt“ – nicht so in Bad König, sagte es und schlenderte salopp, Hände in den Hosentaschen, zum nächsten Besichtigungspunkt. 

An diesem Abend war auch die Stunde des Kurgeschäftsführers Karl Wittemann, dem es sichtlich Freude machte, dem Minister die Besonderheiten des Thermalbads zu erläutern, sei es der toskanische Stil oder eine Attraktion wie die Strömung „Lazy river“, sei es die Saunalandschaft mit sieben unterschiedlichen Angeboten oder die drei ansprechend gestalteten Restaurants. Und der Staatsminister kommentierte sichtlich beeindruckt: „Diese Innenarchitektur ist ein Vergnügen.“ Auch dass sich zum Zeitpunkt des Besuchs etwa 210 Badegäste in der großzügig angelegten Therme aufhielten, fand der Minister, der maximal 100 Besucher vermutete, „erstaunlich“.

Nach einem kurzen Aufenthalt am 180 Quadratmeter großen Außenbecken und der erfrischenden Kühle war Sachlichkeit angesagt. Bürgermeister Weyrich informierte, dass die Odenwaldtherme einen Jahresumsatz von 7,3 Millionen Mark erwirtschaften muss, um rentabel zu bleiben. ängstlich sind die Stadtväter ob dieser Summe nicht: „Wir liegen derzeit bei 850 Besuchern pro Tag, wir können uns also nicht beklagen“, meinte Weyrich. Den positiven Prognosen schloss sich auch der Kurgeschäftsführer an, der eine Sollzahl von 660 Gästen nannte. Die Differenz zu den noch im Dezember genannten 560 erforderlichen Gästen erklärte Wittemann so: „Lieber die Besucherzahl erhöhen als die Preise.“

Einigkeit bestand darin, dass „die Odenwaldtherme als große Bereicherung auch über die Region hinaus“ empfunden wird. Nicht ohne Stolz sprach Weyrich „von 40 neuen Arbeitsplätzen“ durch die Therme und – „das Gewerbe profitiert“, fügte er hinzu. 

Mittlerweile war auch Inge Velte zu dem Grüppchen gestoßen – ein Stau in Höchst hatte die Landtagsabgeordnete aufgehalten. Damit war der Reigen komplett, denn was in lockerer Runde begonnen hatte, sollte ernsthaft und streitbar fortgesetzt werden: Die Christdemokraten machten sich zur Wahlveranstaltung in die „Stadtschänke“ auf.

Die Schulpolitik, vor allem das Thema fünfte Klassen contra Förderstufe, das breite Spektrum der Sicherheitspolitik sowie der kommunale Finanzausgleich hießen die zentralen Punkte, mit denen Justizminister Dr. Christean Wagner drei Tage vor der Kommunalwahl in Bad König überzeugen wollte.
09.03.2001 

Undichte Therme


Bad Fredeburg. (ThG) Kaum eröffnet und schon renovierungsbedürftig? Das Sauerland-Bad in Bad Fredeburg wird voraussichtlich im Sommer Nachbesserungen über sich ergehen lassen müssen. An eine Schließung während der Zeit der Bauarbeiten wird aber nicht gedacht. 

Schmallenbergs Bürgermeister Bernhard Halbe sagte gestern unserer Zeitung, dass es wie bei jedem Bauvorhaben in dieser Größenordnung Baumängel gebe. "Nachbesserungen bei der Isolierung sind notwendig. Das soll in diesem Sommer stattfinden und muss ohne Schließung des Bades gehen."

Bei Kosten in Höhe von 15 Millionen Mark wurde das thermische Aushängeschild der Stadt Schmallenberg im jungen Kurbad am 1. Dezember letzten Jahres eingeweiht. Die Bauzeit betrug 15 Monate.

Auf einer Fläche von rund 4250 Quadratmetern wird seit dieser Zeit ein reichhaltiges und attraktives Angebot für "Wasserratten" präsentiert. Nun ist nach kurzer Zeit die Isolierung an einer Stelle offensichtlich mangelhaft und muss erneuert werden. 
08.03.2001 

Die See-Therme öffnet am 3. April


Hohenfelden. (tlz) Ein Ameisenhaufen ist nichts im Vergleich zu der Baustelle der künftigen "See-Therme": An allen Ecken und Enden wird gearbeitet, damit das Schmuckstück am Ufer des Stausees Hohenfelden pünktlich am 2. April eingeweiht werden kann. "Unsere ersten Besucher erwarten wir am Dienstag, 3. April, 10 Uhr", sagt Thomas Schneider, der Geschäftsführer der Vitarium Thüringer Land GmbH & Co KG. 

Derzeit bekommt die Innentherme als das Herzstück der Anlage ihr eigentliches Gesicht: So wird an der Ausgestaltung des Innenbeckens gewerkelt. Neben einem Vulkan, der mit Licht- und Audioeffekten ausgestattet ist, befindet sich im Innenbecken ein gestrandetes Boot, das seine Geheimnisse erst bei einem Blick in sein Inneres preisgibt. Weitere Highlights sind der Leuchtturm mit seinem integrierten Whirlpool sowie zwei Whirlpoole, die sich in die Erlebnis-Badewelt einfügen. Auch die Poolbar wird später ein besonderer Anziehungspunkt sein. Wo jetzt noch Tische und Barhocker montiert werden, können in vier Wochen die Gäste sitzen und Getränke bestellen.

In einer Woche Probebetrieb

Eine aufwändige Dekoration mit Palmen und exotischen Früchten soll der Badelandschaft ein Flair der Balearen verleihen. "Die Themen Spanien, Mallorca und Balearen ziehen sich durch die gesamte Anlage", ergänzt Schneider. Kurz vor der Fertigstellung sei die Sauna-Landschaft.

Noch diese Woche wollen die technischen Gewerke Montageschluss melden: Das gesamte Rohrleitungssystem wird voraussichtlich kommenden Montag gefüllt und gespült. Und schon am Freitag danach sollen die Becken erstmals Wasser bekommen, so dass ein kompletter Probebetrieb am Montag, 19. März, erfolgen kann.
"Die Lüftungstechnik und mehrere Abschnitte der Heizung laufen schon seit längerer Zeit störungsfrei, damit sichern wir den Innenausbau", sagt Schneider. Pünktlich zur Eröffnung werde die Straße zwischen Klettbach und Kranichfeld nahe der Therme eine Spur für Linksabbieger haben, damit die Besucher ohne Probleme zu ihren Parkplätzen kommen. 
Badische Zeitung 10.03.2001 

Stiftung Warentest bewertet Bad Krozinger Thermenlandschaft


Prädikat „gut“ für Vita Classica

BAD KROZINGEN (mad). Die Stiftung Warentest in Berlin hat bundesweit 22 Thermen getestet. Die Vita Classica in Bad Krozingen schnitt mit „gut“ ab und teilt sich mit Staffelstein Rang fünf.

Die Stiftung Warentest hatte zunächst 101 Thermen in eine Vorerhebung einbezogen, doch nur 22 Bäder entsprachen den Mindestvoraussetzungen für die spätere Bewertung im Rahmen einer verdeckten Inspektion. Dabei wur- den Umfang, Zustand und Attraktivität aller Angebote und Einrichtungen im Badebereich und in der Sauna überprüft. Bad Krozingen erreichte dabei Gesamtnote 2,5 – weit vor Bad Bellingen und Freiburg, die mit einem „befriedigend“ (2,8) im unteren Mittelfeld rangieren.

Rolf Rubsamen, Geschäftsführer der Kur- und Bäder GmbH, freut sich über das gute Testergebnis, das letztlich die gute Arbeit aller seiner Mitarbeiter honoriere und sein Team neu motiviere.

Im übrigen zeigt sich Rubsamen überzeugt, dass Bad Krozingen noch besser beurteilt worden wäre, hätten die Tester schon einen Blick in das neue Wohlfühlhaus werfen können. Zitat aus dem neuen Testheft: „Gut gelungen ist das klassische Ambiente der Vita Classica Therme in Bad Krozingen. Ein größerer Saunabereich und umfangreichere Wellness-Angebote hätten sie noch deutlich besser abschneiden lassen.“ Das neue Kurmittel- und Wohlfühlhaus wird am 19. März eingeweiht, die Sauna wird in der kommenden Wintersaison um zwei weitere Kabinen und ein orientalisches Dampfbad großzügig erweitert. 
S A U N A (FOCUS) aus einer nicht mehr existierenden Page

Unter Dampf gesetzt

Winterliche Kälte treibt die Menschen in die Sauna. Schätzungsweise sieben Millionen nutzen alljährlich den „Schwitzkasten“, der auf eine mittlerweile 2000-jährige Kultur zurückblicken darf. Denn die Sauna bietet Raum für Muße und Entspannung. 

Typ-Sache:
Sauna ist nicht gleich Sauna

Schweißtreibend:
Wie Sauna wirkt

Richtig schwitzen:
Tipps für den Saunagang

Checkliste:
Für wen ist die Sauna geeignet, für wen nicht?

Die Sauna ist aber nicht nur während der Wintermonate zu empfehlen, sondern ganzjährig. Denn: 

Das Schwitzen reinigt den Körper von Schlackenstoffen, hält das Immunsystem in Schwung und stärkt Herz und Kreislauf. 

Der Stoffwechsel in den Muskeln erhöht sich und beugt so einem Muskelkater vor. 

Ein Saunagang wirkt sich auch positiv auf die Psyche und das allgemeine Wohlbefinden aus. Ein bis zwei Stunden nach dem Schwitzbad stellt sich eine angenehme Müdigkeit ein. Deshalb empfiehlt es sich, abends in die Sauna zu gehen.

Von Gerlinde Felix/ba

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S A U N A (FOCUS) aus http://focus.de/D/DG/DGC/DGC06/DGC06A/dgc06a.htm

Nicht alles was sich Sauna nennt, ist wirklich eine Sauna. Neben der klassischen Sauna kann man heute, je nach Typ, unterschiedlichste heiße Bäder genießen. 

Typisch für die klassische Sauna ist die hohe Temperatur, zwischen 80 bis 105 Grad Celsius etwa 100 cm über der obersten Bank und die geringe Luftfeuchtigkeit. Durch dieses heiße und trockene Klima wird die Schweißverdunstung stark gefördert. Durch unterschiedliche Etagen ist ein Saunagang in verschiedenen Temperaturzonen möglich. 

Neben der Sauna haben sich bis heute moderne Varianten heißer Bäder erhalten: 

Das irische Bad oder Feucht-Warmluft-Bad
Es wurde erst im letzten Jahrhundert von zwei ärzten entwickelt. Der Unterschied zu anderen Bädern liegt darin, dass durch eine besondere Frischluftzufuhr die Nebeltropfenbildung verhindert wird. Die Temperaturen liegen bei 50 bis 55 Grad Celsius. 

Das Dampfbad
Die Temperaturen betragen hier 40 bis 45 Grad Celsius. Durch einen Dampfkessel wird übersättigter Wasserdampf erzeugt und durch Röhren in den Baderaum geleitet, in dem er als sichtbare Schwaden in der Luft hängt. 

Das russisch-römische Bad
Es wurde um die Jahrhundertwende in Deutschland entwickelt. Es ist ein aus mehreren Räumen bestehendes Bad. Wie das römische Bad (trockenes Heißluftbad mit Temperaturen unter denen der typischen Sauna) gehört ein Warmluft- und ein Heißluftraum dazu. Der Dampfraum ist typisch für den russischen Anteil. Duschen, Warm- und Kaltwasserbecken dienen der Aufwärmung oder Abkühlung. 

Das türkische Bad
Das türkische Bad besteht immer aus mehreren Räumen innerhalb eines massiven Gebäudes. Hauptbestandteil sind ein Warmluft- und ein Heißluftraum mit 40 bzw. 50 Grad Celsius. Hierfür werden Wasserbecken geheizt, so dass warme, feuchte Luftmassen aufsteigen. Die anschließende Abkühlung ist in kühlen Räumen möglich. Wer möchte, kann sich auch mit kühlem Wasser abgießen. 

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S A U N A (FOCUS) aus http://focus.de/D/DG/DGC/DGC06/DGC06B/dgc06b.htm

Wie die Sauna wirkt

Die Temperatur im Körperinneren steigt während eines Saunaganges um etwa ein bis zwei Grad an. Eine solche Erhöhung der Körpertemperatur entspricht dem Vorgang, der während eines Fiebers stattfindet. Die Haut erwärmt sich um drei bis zehn Grad. Die Blutgefäße weiten sich und es wird die doppelte Blutmenge hindurch gepumpt. 

Auch die Schweißproduktion läuft auf Hochtouren: 20 bis 30 Gramm werden pro Minute produziert. Nach 15 Minuten Schwitzen sind das etwa 400 Gramm Schweiß pro Saunagang beziehungsweise fast ein Liter Schweiß nach zwei Saunagängen. 

Entschlackung
Den Flüssigkeitsverlust versucht der Körper auszugleichen, indem er im Gewebe Wasser anreichert. Schlackenstoffe, die sich zwischen den Fettzellen anreichern, und Milchsäure aus den Muskeln werden ins Blut abgegeben. Die Schlackenstoffe werden vermehrt über den Urin ausgeschieden. Wer direkt nach dem letzten Saunagang Wasser trinkt, fördert diesen Prozess. 

Inwieweit profitiert nun das Herz vom Saunabesuch? 
Da die Arterien geweitet sind, wird das Herz auch besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. 

Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte
Auf Grund der eingeatmeten heißen Luft werden die Schleimhäute besser durchblutet und ihre Sekretabsonderung gesteigert. In den Sekreten befinden sich vermehrt Abwehrstoffe gegen Krankheitserreger. 

Wärme-Kälte-Reize härten ab
Wer über einen Zeitraum von etwa sechs Monaten wöchentlich einmal ausgiebig schwitzt, ist nicht mehr so wetterfühlig . Die Muskulatur wird durch das Saunen trainiert und reaktionsschneller bei abrupten Temperaturwechseln. Wer Probleme mit den Bronchien hat, wird den Saunagang als Wohltat empfinden. Das Fassungsvermögen der Lunge erhöht sich auf Grund der muskelentspannenden Wirkung der Sauna, so dass das Durchatmen leichter wird. 

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aus einem ehemaligen Bericht des FOCUS
Tipps für den Saunagang

Es reicht nicht, sich ein Liegetuch, zwei große Handtücher, Bademantel, rutschsichere Badeschlappen und eine Waschlotion einzupacken. Man sollte auch das Einmaleins des Saunens beherrschen. Wer "richtig schwitzt" hat mehr vom Saunabesuch. 

Essen
Auf keinen Fall schwere Mahlzeiten vor der Sauna einnehmen. 

Die Zahl der Saunagänge
Wenn Sie einmal pro Woche in die Sauna gehen, sollten Sie zwei Gänge einplanen und sich nie mehr als drei Gängen unterziehen. 

Sport und Sauna
Wer zuvor Sport gemacht hat, sollte mit dem Saunagang warten bis sich der Puls normalisiert hat. 

Körpertemperatur
Wenn Sie gerade durchgefroren sind, dürfen Sie keine Hitzeanwendungen vornehmen. Es tut gut, sich zuerst aufzuwärmen und sich zu akklimatisieren. Meist hilft es, im Vorfeld warm zu duschen oder etwas Warmes zu trinken während die Füße im Fußbad baumeln. Dort (aber nur dort!) können Sie gegebenenfalls noch eine Bürstenmassage durchführen. 

Wärme-Kälte-Reize härten ab
Wer über einen Zeitraum von etwa sechs Monaten wöchentlich einmal ausgiebig schwitzt, ist nicht mehr so wetterfühlig. Die Muskulatur wird durch das Saunen trainiert und reaktionsschneller bei abrupten Temperaturwechseln. Wer Probleme mit den Bronchien hat, wird den Saunagang als Wohltat empfinden. Das Fassungsvermögen der Lunge erhöht sich auf Grund der muskelentspannenden Wirkung der Sauna, so dass das Durchatmen leichter wird. 

Erst einmal duschen
Auch wenn Sie mit normaler Betriebstemperatur in der Sauna eintreffen sollten, gilt: Vor dem ersten Gang erst einmal duschen. Nach gründlicher Reinigung und Abtrocknen können Sie starten. Dabei ist es wichtig, dass Sie nicht nass in die Sauna gehen. Das verzögert das Schwitzen. 

Körperhaltung
Die beste Haltung während des Saunaganges ist die Rückenlage. Dann ist der Körper in einer Temperaturzone. Oder man sitzt und zieht die Beine an. Gegen Schluss eines Saunaganges hilft es, in tiefere Saunagefilde absteigen, um den Kreislauf etwas auf den Wechsel in die Kälte vorzubereiten. Etwa zwei Minuten vor Ende des Schwitzbades die Sitzposition einnehmen, Füße baumeln lassen. Diese Haltung bereitet den Körper auf das Aufstehen vor. 

Dauer
Der erste Gang darf acht bis zwölf Minuten dauern, der zweite Gang (und ein etwaiger dritter Gang) maximal 15 Minuten. Grundsätzlich gilt: lieber kurz und heiß als lauwarm und lang. 

Aufguss
Am besten zum Abschluss noch einen Aufguss machen lassen (aber auch ohne Aufguss ist das Schwitzbad ein vollwertiger Saunagang). Beim Aufguss steigt der in der Luft enthaltene Wassergehalt um etwa 50 Prozent an. Der Körper erhält einen zusätzlichen Hitzereiz. Mit dem Wedeln des Handtuches warten, bis sich der Dampf verteilt hat. Nicht erst kurz vorm Aufguss in die Sauna gehen. 

Abkühlen
Nach einem Saunagang zum Abkühlen an die frische Luft. Auf und ab gehen, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Bevor Sie frösteln, hineingehen und mit kaltem Wasser abgießen (immer Richtung Herz). Oder einfach eine Kaltwasserdusche nehmen (Schwallbrausen) oder kalt abgießen. Wer darf, kann noch ein kaltes Tauchbecken aufsuchen. 

Fußbad
Mit einem anschließenden warmen Fußbad werden die Blutgefäße erweitert: Das ermöglicht den Wärmetransport aus dem Körperinneren an die Hautoberfläche. Denn auch nach dem Aufenthalt im kalten Tauchbecken ist im Körperinneren noch eine Menge Wärme gespeichert. Bleibt sie an Ort und Stelle, schwitzen Sie schon bald nach und fühlen sich schlapp. 

Ruhezeit
Nun können Sie Ihre Lektüre zücken, denn der nächste Schritt heißt sanft ruhen mindestens 15 Minuten. 

Trinken
Nicht während der Saunagänge trinken, sondern erst nach dem letzten. Ansonsten sind alle Hoffnungen auf Entschlackung dahin. 

Duschen
Nach dem letzten Saunagang nicht mehr mit Seife oder Duschgel duschen, denn die Haut ist absolut sauber. Ansonsten trocknet die Haut nur weiter aus, der Säureschutzmantel gerät aus dem Gleichgewicht. Sinnvoll ist es, die Haut im Anschluss mit einer fettigen Creme zu verwöhnen. 

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S A U N A (FOCUS) aus http://focus.de/D/DG/DGC/DGC06/DGC06D/dgc06d.htm

Für wen ist die Sauna geeignet
für wen nicht?

Bei bestimmten Erkrankungen muss man vorsichtig sein und zunächst den Arzt fragen, ob und wann man die Sauna aufsuchen darf. Einige Beispiele. 

Asthma
Beim Saunabesuch entspannt sich die Bronchialmuskulatur, so dass der Asthmatiker besser durchatmen kann. Allerdings sollte bei akuten Asthmaproblemen auf einen Saunabesuch verzichtet werden. 

Venenschwäche/Krampfadern
Der Wechsel von Kaltwasseranwendungen und warmen Fußbädern kräftigt die Venenwände bei leichter Venenschwäche. Bei schweren Venenleiden erst den Arzt fragen. 

Hautprobleme
Der Saunabesuch fördert zum Beispiel bei Akne die Durchblutung der Haut und reinigt sie gründlich. 

Rheuma
Bei Rheuma ist ein Saunagang nur in entzündungsfreien Intervallen ratsam. 

Erkältung
Der regelmäßige Gang in die Sauna kann Erkältungen vorbeugen. Bei akuten grippalen Infekten sollte man besser auf das Abklingen der Krankheitssymptome warten. 

Bluthochdruck
Wer an Bluthochdruck leidet, kann trotzdem in die Sauna gehen. Durch die Hitze werden die arteriellen Blutgefäße stark erweitert. Allerdings sollte man auf das kalte Tauchbecken verzichten. 

Nierenprobleme 
Bei akuten Nierenerkrankungen sollte die Sauna gemieden werden. Bei Nierensteinen hingegen sind gelegentliche Saunagänge zu empfehlen, weil durch das Schwitzen erhöhte Harnstoffwerte abgesenkt werden. 

Koronarkrankheiten/Herzschwäche
Da die Sauna zu einer Steigerung der Herzfrequenz führt, sollten Menschen, die bereits bei leichter körperlicher Aktivität ein Herzflattern bekommen, auf keinen Fall in die Sauna gehen. Dasselbe gilt nach einem Herzinfarkt: Bei leichten Herzbeschwerden empfiehlt es sich, vorher einen Arzt zu besuchen. 

Bei Entzündungen
der Haut, der inneren Organe oder Blutgefäße ist die Sauna auf jeden Fall tabu. 
Nordbayerischer Kurier Lokales 6.3.2001

Thermen-Test: Meist nur Mittelmaß 

Stiftung Warentest: Obernsees liegt von 22 Einrichtungen auf dem neunten Platz 

BAYREUTH
Rund 100 Thermen gibt es zur Zeit in Deutschland. Die "Stiftung Warentest" hat jetzt 22 davon unter die Lupe genommen. Ergebnis: Das meiste ist nur Mittelmaß, eingeschlossen auch die Therme Obernsees.

Die Kontolleure von "Stiftung Warentest" haben 22 Einrichtungen ausgewählt, die sich primär an gesundheitsbewusste Erwachsene richten. Getestet wurden dabei (in der Zeit von Oktober bis Dezember letzten Jahres) in einer "verdeckten Inspektion" Bade- sowie Saunabereich, Fitness, Wellness, Entspannung, weiter Ambiente/Atmosphäre und schließlich noch der Service.
Die Anlagen unterscheiden sich deutlich in Konzept und Ausmaß. Die größte Therme gibt es in Erding mit einer Wasserfläche von 2 800 Quadratmetern; manche Sauabereiche haben nach Inaugenscheinnahme der Tester einen gewissen "Waschküchencharme". Obernsees mit 498 Quadratmetern Wasser steht mit am Ende der Flächenskala.
Würde man als Maßstab die berühmten Caracalla-Thermen des antiken Rom (110 536 Quadratmeter) zum Vergleich heranziehen, dann ist ohnedies heute alles nur ein müder Abklatsch. 
Lediglich zwei Anlagen sind rundum gelungen, befinden die Tester: die Therme Erding bei München und die Claudius-Therme in Köln; aber selbst hier mussten Abstriche gemacht werden. Die Bewertungen reichten von den Noten 1,6 (gut) bis 3,2 (befriedigend).
Bei allen untersuchten Einrichtungen wurde nicht die höchste Stufe "sehr gut" erreicht. An der Spitze liegt die Therme Erding mit der Gesamtnote "gut" oder 1,6 ; in der Einzelwertung wurde hier zweimal "sehr gut" erreicht, beim Saunabereich und im Service; "gut" gab es für die drei anderen Bewertungsbereiche.
Obernsees erreichte mit dem neunten Platz "befriedigend" und die Note 2,6. In keinem der fünf Teilbereiche wurde "sehr gut" erreicht; "gut" immerhin beim Saunabereich, bei Ambiete/Atmosphäre sowie beim Service. "Befriedigend" gab es im Badebereich und gar nur "ausreichend" für den Bereich Fitness, Wellness und Entspannung.
In puncto Sauberkeit gab es unter dem Strich übrigens bei allen Anlagen wenig Anlass zur Kritik. 
Die Obermain-Therme in Staffelstein kam nach dem Test übrigens mit einer Note von 2,5 in die Gruppe "gut" und damit auf den fünften Platz. Hier wurde besonders kritisiert, "dass dieses attraktive Bad derart viel Besucher anzieht, dass es in den Becken schnell eng wird".
Die Bayreuther Lohengrin-Therme befand sich ebenso wenig unter den getesteten Einrichtungen wie das Sibyllenbad in Neualbenreuth.
Ausgesprochene Wellnessoasen, in denen die Besucher rundum verwöhnt werden, haben die Tester nicht gefunden. Trotzdem lohne sich der Besuch vieler Anlagen, meinen sie versöhnlich.
Die Therme Obernsees wird zur Zeit mit einem Kostenaufwand von gut 14 Millionen Mark im Sauna- und Badebereich erweitert. Nach Abschluss der Arbeiten und einem neuerlichen Test würde die Einrichtung in der Beurteilung bestimmt ein paar Stufen nach oben rücken.