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Lifeline 17.6.04
Nagelpilz im Schwimmbad

Sommerzeit ist Schwimmbadzeit und das bedeutet planschen, entspannen und gesunde Bewegung. Doch leider sind öffentliche Bäder ideale Verbreitungsstätten für Trichophyton rubrum und andere Haut- und Nagelpilze: Schätzungen zufolge ist jeder fünfte Deutsche infiziert. Doch zum Glück bedeutet das nicht, dass man als Nagelpilz-Patient auf den Spaß im Schwimmbad verzichten muss. Denn mit der richtigen Verhaltensweise kann man die Krankheit in Schach halten und die Verbreitung der Erreger verhindern.

Die wichtigste Maßnahme bleibt: Niemals barfuß laufen. Die Pilzsporen können monatelang auf Badematten, Liegematten und Bodenbelägen aller Art überdauern. Das bedeutet für Gesunde und Infizierte gleichermaßen: Auch die Einstiegstreppe ins Schwimmbad, das Sprungbrett und die Schwitzbank in der Sauna sind tabu. Es gilt, die Badeschuhe auch in "Barfußzonen" konsequent anzubehalten! Wer aufgrund einer bestehenden Nagelinfektion seine nackten Füße nicht zeigen mag, kann hier auf Modelle zurückgreifen, die die Nagelzone bedeckt lassen.

Um die Ansteckungsgefahr für andere zusätzlich zu verringern, sollten Nagelpilz-Patienten die Nägel kurz halten und zwei- bis dreimal pro Woche eine Anti-Pilzcreme oder -lösung auf das befallene Nagelbett auftragen. Die enthaltenen "Antimykotika" töten Pilze ab. Besonders gut eignen sich auch Nagellacke, die den Wirkstoff über längere Zeit an den Nagel abgeben. Nagellacke sind zudem wasserresistent und besonders für den Besuch im Schwimmbad geeignet.

Einige weitere Verhaltensregeln: Nagelpilz-Patienten sollten zum Schutz Nicht-Infizierter eigene Handtücher nicht von anderen mitbenutzen lassen. Ratsam ist es auch, ein extra Handtuch für die betroffenen Stellen mitzunehmen, um die Übertragung des Pilzes auf gesunde Nägel zu vermeiden. Werden die benutzten Handtücher nach dem Schwimmbadbesuch bei mindestens 65 Grad, besser bei 90° gewaschen, werden die Sporen effektiv abgetötet und so ihre Verbreitung unterbunden. Auch die Badeschuhe sollten regelmäßig desinfiziert werden, damit sich die Pilzsporen dort nicht ansammeln können.

Trockene Füße: Eintritt für Pilze verboten 

Bei feuchten, aufgeweichten Nägeln hat es der Pilz leicht, in gesunde Nägel einzudringen. Das wirksamste Mittel, den Pilz in Schach zu halten, besteht daher darin, nach dem Schwimmen für trockene Füße und Hände zu sorgen. Wer sich gut trocken reibt, vor allem die Flächen zwischen den Zehen und Fingern, der kann damit verhindern, dass sich Pilze weiter verbreiten. Feuchte, aufgeweichte Hautstellen werden am besten mit dem Haarfön (auf kalt stellen) trockengefönt. Ein kleiner Tipp: Wer sich die Nägel nach dem Schwimmen einölt, macht es dem Pilz zusätzlich schwer.

Fußduschen sind nicht ratsam 

In vielen Schwimmbädern gibt es Fußduschen, um die Füße zu desinfizierten. Doch die enthaltenen Desinfektionsmittel zerstören den Säure- und Fettschutzmantel, der Haut und Nägel vor Krankheitserregern schützt. Die Reinigungsmittel greifen die Nageloberfläche an, rauen sie auf und "öffnen" den Nagel für einen Pilzbefall. Zudem werden die Fußduschen von vielen Menschen genutzt und so sammeln sich gerade hier Keime und Pilze in großer Zahl. Daher gilt es, die Fußdesinfektionsduschen zu meiden. 
Rhein Main Presse 16.6.04
Wohlige Wärme wird vermisst 
Gäste fiebern Wiedereröffnung der Crucenia-Therme im August entgegen

Für rund 2,95 Millionen Euro saniert die städtische Badgesellschaft das Bäderhaus. Auf die Wiederöffnung warten nicht nur Einheimische sondern auch viele Touristen.

Vom Redaktionsmitglied Isabel Mittler

Nach der Wiedereröffnung des Bades vor Jahrmarkt rechnen Geschäftsführer Dietmar Canis und der Technische Abteilungsleiter, Walter Wölfel, auch wieder mit zufriedenen Besuchern. "Das Bad hat eine große Bedeutung, das haben sehr viele Anfragen von Gästen bewiesen, die ihren Urlaub in den Spätsommer verlegt haben, weil das Bad jetzt geschlossen ist. So sind wir mit verantwortlich für den touristischen Rückgang, zum Beispiel bei den Übernachtungen." 

Nicht hundertprozentig zufrieden sind auch Patienten, deren Anwendungen vom Thermalbad in das Becken im Bäderhaus verlegt werden mussten. Die Wassertemperatur liegt dort zwei Grad Celsius unter der im Thermalbad, und viele Patienten würden das als unangenehm empfinden. Außerdem fehlt ihnen die halbe Stunde Schwimmen oder das Nutzen der Massagedüsen, was sonst im Thermalbad nach den Anwendungen noch erlaubt war. Rückgänge bei den Bewegungsbädern habe aber auch die Gesundheitsreform verursacht.

Am Montag, 16. August, wird das sanierte Thermalbad mit einigen "Bonbons" für Besucher eröffnet. Die am 1. November 2003 begonnene Überholung im alten Bauteil hat damit nur 14 Tage länger als geplant gedauert. Mit zur minimalen Verzögerung beigetragen hat, dass bei einem hohen Pegelstand der Nahe im vergangenen Winter Wasser in den Eingangsbereich der Crucenia-Therme eingedrungen war.

"In diesem Bereich waren gar keine Maßnahmen vorgesehen", erklärt Canis auch die damit verbundenen Mehrkosten von 200 000 Euro. Außerdem mussten Rundungen der Solebecken ausgeglichen werden, die gar nicht ganz kreisrund waren. Dicke Putzschichten wurden aufgetragen. Und die müssen ordentlich austrocknen. Auch das braucht mehr Zeit als vorgesehen. 

Damit die Patienten wieder bei wohligen Temperaturen gesunden können, arbeiten Experten mit Hochdruck im Thermalbad. Zu ihnen gehören die Fliesenleger Ernst Klein und Fritz Kreischer, die schon vor 25 Jahren die beiden ersten Becken ausgelegt hatten. 

640 Quadratmeter Fläche muss gefliest werden, und das ist bei den Rundungen der Bassins oft diffizile Kleinarbeit. 405 000 Glasmosaiksteinchen sind es insgesamt, die verlegt werden. Sie sind auf 1800 quadratische Bögen geklebt. Ursprünglich wurden sie in Indien produziert und über Italien importiert. 

An der technischen Ausstattung der Becken bleibt wie sie ist: "Veränderungen oder das Installieren von neuen Massagedüsen hätte großen Aufwand bedeutet, so bleiben die Durchströmungen wie gehabt", erklärt Wölfel. Neu erstrahlt dagegen der Umkleidebereich in den Farben Anthrazit und Mint. 

Mit der Wiederöffnung der Therme geht eine vierzehntägige Schließung des Bäderhauses einher. Die jährliche Grundreinigung und Instandsetzungsarbeiten stehen an - bei jährlich rund 90 000 Besuchern eine Notwendigkeit. 
Wiesbadener Tagblatt 14.6.04
Thermalbad wirtschaftet nach Plan 
Kurdirektor Wossidlo zieht sechs Monate nach der Neueröffnung im Aukamm eine positive Bilanz

grid. Das neue Konzept des Thermalbads kommt gut an. Diese Bilanz zog Kurdirektor Henning Wossidlo gestern, ein halbes Jahr nach der Neueröffnung. Eigentlich wollte er sich jetzt noch gar nicht öffentlich äußern, "doch um einem sich hartnäckig haltenden Gerücht entgegen zu wirken, das Bad sei immer leer", tat er es dann doch.

"Wir möchten das Gerücht umdrehen und sagen: Das Schöne an diesem Bad ist, dass es niemals überfüllt ist", ging Wossidlo in die Offensive. Bei 1000 Quadratmetern Wasserfläche, 3000 Quadratmetern im Saunabereich und weiteren 4400 Quadratmetern auf der Badeebene, "kann sich das schon verlaufen". 

Tatsächlich wurden seit der Neueröffnung 183165 Besucher gezählt. Das sind durchschnittlich 1012 Badegäste pro Tag. Verkauft wurden bislang 325000 Eintrittskarten.

Obwohl das Bad vom Konzept her nicht als Erlebnisbad für Kinder gedacht ist, wurden dennoch immerhin 10823 Kinderkarten verkauft. Bei der Familiensauna, jeden ersten Samstag im Monat, haben Kinder in Begleitung Erwachsener Zutritt zu den Saunabereichen. Für Kinder zwischen einem und sechs Jahren werden seit März Wasser- und Sicherheits-Schwimmkurse von der australischen Schwimmlehrerin Modiule Föst angeboten. Bislang 147 Kinder nahmen an den Kursen teil.

Einen "einheitlichen Standard" streben die Kurbetriebe im Umgang mit der Kundschaft an: Bei regelmäßigen Zusammentreffen sollen die entsprechenden Grundlagen vermittelt werden. "Wir wollen, dass die Gäste immer die gleiche Qualität antreffen", so Betriebsleiter Kai Volpert. Der 31-jährige Diplomkaufmann ist seit November für Thermalbad, Kaiser-Friedrich-Therme und Opelbad zuständig.

Mit Pannen der Abrechnungscomputer hatten die Mitarbeiter - und die Badegäste - in der Anfangszeit zu kämpfen. Das computergesteuerte Bändchensystem, mit dem beim Badegast automatisch die genutzten Bereiche registriert werden, musste nachgebessert werden. "Wir können sagen, dass wir von 1000 kleinen Problemen, mindestens 900 gelöst haben", zeigt sich Stadtrat Detlev Bendel optimistisch. Zu den noch ungelösten schweren Fällen gehören allerdings die Bereiche Rauchen und Parken. Von einem generellen Rauchverbot in allen Innenräumen (Bendel: "Draußen kann man es wohl nicht restlos untersagen") will man im Gesundheitsbad auch künftig nicht absehen. "Dass wohl ein paar Leute das Park and Ride-System falsch verstehen und am Thermalbad parken, um in die Stadt zu gehen", gab Kulturdezernent Detlev Bendel zu bedenken. Einem vergleichsweise kleineren Problem wollen die Kurbetriebe mit dezenten, aber deutlichen Appellen beikommen: Wer die Liegestühle "reserviert", indem er sie mit Handtüchern und Kleidungsstücken belegt, muss damit rechnen, dass er mit einer kleinen "Parkscheibe" auf sein Fehlverhalten hingewiesen wird: "Liegezeit abgelaufen", lautet die Aufschrift.

Finanziell bereitet das Thermalbad dem Kurdirektor keine Sorgen: "390000 Eintritte müssen im ersten Jahr verkauft werden, um wirtschaftlich zu sein". Sich dieser Zahl im ersten Halbjahr schon so zu nähern, "davon hätte ich nicht zu träumen gewagt", so Wossidlo.
all-in.de 4.6.04
Drei Perlen für die Thermen-Sauna 
Drittbester Wert in Bayern - Beurteilung durch Besucher und hauptamtliche Prüfer 
Schwangau (pas). - "Mit dieser Saunalandschaft haben Sie sich eine internationale Spitzenattraktion geschaffen, die auch jeden Vergleich mit den Königsschlössern aushält", lautete das Abschlussurteil von Richard Danter. Der Österreicher ist einer der hauptamtlichen Prüfer für Saunalandschaften im deutschsprachigen Raum. Mit drei von fünf möglichen Perlen erreichte die Königliche Kristall Therme ein Spitzenergebnis. 

Nur die Thermen in Erding und in Stein bei Nürnberg liegen in Bayern noch knapp vor der Schwangauer Sauna der Kristall Therme. Im gesamten deutschsprachigen Raum einschließlich Südtirol, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz rangiert die Saunalandschaft der Schwangauer auf dem 14. Platz von 617 überprüften. Udo Leissner, der Betreiber der Schwangauer Therme, und Bürgermeister Reinhold Sontheimer nahmen die Auszeichnung mit Freude entgegen. "Diese Auszeichnung hat hohen Wert unter den leidenschaftlichen Saunagängern", sagte Hauptprüfer Danter. Seit etwa fünf Jahren haben sich viele Saunafreunde auf einer internationalen Plattform gefunden. Ihre Erfahrungen mit einzelnen Saunen tauschen sie über das Internet aus. Danter weiter: "Sie müssen wissen, dass leidenschaftliche Saunagänger oft mehrere hundert Kilometer weit fahren, um neue Saunalandschaften zu erleben. In den Sauna-Rückmeldungen über die hiesige Therme fanden wir so viel Positives, dass wir Hauptprüfer fast misstrauisch wurden." Drei Mal wurde deshalb die Sauna-Landschaft nach einheitlichen Kriterien von verschiedenen Hauptprüfern anonym und über einen längeren Zeitraum getestet. 
Blitzsauber und freundlich 

Die Sauna-Landschaft in Schwangau erhielt seit Wochen höchste Punktzahlen für Hygiene. "Eine so blitzsaubere Sauna findet man selten", lobte der Prüfer. Hohe Wertungen gab es auch für das Ambiente der Therme und für die Freundlichkeit und Fachkunde des Personals. Das königliche Ambiente unterstrich Danter: "Es gibt in ganz Bayern keine schönere Sauna-Landschaft". Auch bei den verschiedene Aufgüssen kam der Prüfer ins Schwärmen. "Markus Schuler zelebriert diese so perfekt, dass sich jeder Saunagast wirklich königlich behandelt fühlt." 
Neue Ruhr Zeitung 28.5.04
Vierjähriger Junge in der "Oase" ertrunken

UNGLÜCK / Tragischer Zwischenfall im Freizeitbad: Dass der kleine Aridon aus Frohnhausen un- terging, blieb vom Großvater wie von der Schwimmaufsicht unbemerkt. Der Staatsanwalt ermittelt. 

Es sollte ein feucht-fröhliches Pfingstwochenende zum Feiern werden, "mit jeder Menge Badespaß" für die ganze Familie. Doch ein tragischer Unglücksfall überschattet das Treiben in der aufgemöbelten Frohnhauser "Oase", die just am heutigen Pfingstsamstag ihr Außenbecken für die Gäste frei gibt: Am Donnerstagabend ist hier ein vierjähriger Junge im Schwimmer-Becken des Freizeitbades ertrunken. Sämtliche Wiederbelebungsversuche durch Bad-Mitarbeiter und den herbeigerufenen Notarzt blieben letztlich erfolglos.

Wie der kleine Aridon aus Frohnhausen an diesem Abend gegen 19.40 Uhr mit seinen 105 Zentimetern Körpergröße in das 120 Zentimeter tiefe Wasser geraten konnte, blieb gestern noch unklar. Fest steht: Der kroatische Junge aus Frohnhausen, der noch nicht schwimmen konnte, tummelte sich ohne Schwimmflügel oder Schwimmreifen am Wasser, während sein Großvater sich zum Unglückszeitpunkt ungefähr 30 Meter entfernt im Gastronomie-Bereich aufhielt. Er habe, so meldete die Polizei, den Kleinen zuletzt beim Spiel mit gleichaltrigen Kindern beobachtet und dann kurze Zeit aus den Augen verloren. Die Großmutter - wie der Opa Ende vierzig - und eine 22-jährige Tante sollen sich zu diesem Zeitpunkt bereits unter der Dusche befunden haben.

Erklären, ohne zu entschuldigen

Wie lange der vierjährige Aridon leblos im Wasser lag, konnte auch die Obduktion des Leichnams nicht klären. Die dramatischen Sekunden, in denen der Junge womöglich um sein Leben kämpfte, blieben auch von zwei anwesenden Aufsichtskräften der Sport- und Bäderbetriebe unbemerkt.

Christian Hülsmann, Personaldezernent der Stadt und als so genannter 1. Werkleiter für die Sport- und Bäderbetriebe zuständig, versuchte gestern sichtlich betroffen zu erklären, ohne zu entschuldigen: Drei Mitarbeiter zählt die Stadt pro Schicht in der Schwimmaufsicht, am Donnerstag seien es sogar mit Blick auf die anstehende Eröffnung des Außenbeckens am heutigen Samstag vier Personen gewesen.

Zwar war zum Unglückszeitpunkt ein Mitarbeiter mit einem Aufguss für die Sauna-Gäste und einer mit der Betreuung einiger Bauarbeiter beschäftigt. Es blieben jedoch - wie vorgeschrieben - zwei Mitarbeiter am Beckenrand, von denen einer am Sprungturm den gesamten Beckenbereich überschaute, während der andere den Beckenrand längs lief.

Wichtigste Aufgabe der Schwimmaufseher ist es, möglichen Unglücken vorzubeugen, so Hülsmann: Sieben Ertrinkungs-Unfälle zählte die Stadt in den vergangenen 17 Jahren in städtischen Bädern - bei 1,4 bis 2,5 Millionen Besuchern pro Jahr. Ungezählt seien die Einsätze der Mitarbeiter im Wasser, und wenn man Kinder in kritischen Situationen wähne, würde reagiert - im Gespräch mit den Kleinen wie mit ihren Aufsichtspersonen.

Keine Erkenntnisse über Fehlverhalten

Doch an diesem Abend registriert die Schwimmaufsicht keine solche Situation. Weshalb Christian Hülsmann neben aller Anteilnahme auch ein wenig Erleichterung anzumerken ist: "Wir haben im Moment keine Erkenntnisse, dass ein Fehlverhalten unserer Mitarbeiter vorliegt." Dies zumal die städtische Bäderordnung in ihrem Paragraphen 3 bestimmt, dass "Kinder unter sieben Jahren nur in Begleitung Erwachsener unter deren ausschließlicher Verantwortung zugelassen" sind.

Nein, keine Schuldzuweisungen jetzt, so Hülsmann. Ohnehin ist Aridons tragischer Tod bereits ein Fall für den Staatsanwalt.

JÖRG MAIBAUM WOLFGANG KINTSCHER 
Web.de 28.5.04
Sauna auch im Sommer aufsuchen 

Bonn (dpa/gms) - Ein Saunabesuch kann auch im Sommer erfrischend sein. Vor allem die Wechselduschen wirkten positiv auf das vegetative Nervensystem, sagt Barbara Marnach vom AOK-Bundesverband in Bonn.

«Den Menschen, die das vertragen können, ist das nur zu empfehlen», rät die Medizinerin. Allerdings sollte an besonders heißen Tagen die Sauna nur dann aufgesucht werden, wenn der Kreislauf mitspielt. Und da der Körper an heißen Tagen ohnehin schwitzt, ist es besonders wichtig, viel zu trinken.

Bei Anzeichen von Unwohlsein oder Mattigkeit sollte auf einen Saunabesuch verzichtet werden. Keinesfalls sollte auch das «Abhärten» gegen Erkältungen überbetont werden - dieser Aspekt werde meist überschätzt, so Marnach: «Das Saunen hat vor allem den Sinn, sich zu entspannen und wohlzufühlen.» Dies sei zu jeder Jahreszeit möglich.
Märkische Allgemeine 25.5.04
Rekordbesuch in Fläming-Therme 

LUCKENWALDE Das I. Quartal 2004 war betriebswirtschaftlich in der Geschichte der Luckenwalder Fläming-Therme das bisher Beste. Diese Einschätzung gab der Betriebsleiter der Fläming-Therme Oliver Sternagel im Wirtschaftsausschuss der Luckenwalder Stadtverordnetenversammlung. Der Monat Februar sei mit 28 000 Besuchern der bisher erfolgreichste gewesen. Was die Ausschussmitglieder am meisten beeindruckte: Der Zuschuss, den die Stadt zu zahlen hat, wurde von ursprünglich 378 000 Euro auf 134 000 Euro gesenkt. "Das Ergebnis konnte somit um zwei Drittel verbessert werden", erklärte Sternagel. Besonders die neue Außensauna habe sich als Besuchermagnet erwiesen. "Zu stark frequentierten Zeiten platzt unsere Sauna aber aus allen Nähten", anwortete er auf eine Frage nach Zusatzkapazitäten. Und der Thermen-Chef hatte gleich einen Vorschlag parat: "Wir können da noch mehr Geld verdienen, müssen aber etwas dafür tun." Sein Wunsch ist es, ein neues Ruhehaus für die Sauna zu bauen und im Anschluss eine neue unterirdische Außensauna. Für beides müsste man jeweils 50 000 bis 70 000 Euro investieren.

Für das Freibad Elsthal in der Kreisstadt bescheinigte Sternagel im vergangenen Jahr gesunkene Kosten und gestiegene Besucherzahlen. Gegenüber 16 000 Badegästen im Jahr 2002 sind im Vorjahr 22 000 gezählt worden. Der Zuschussbedarf der Stadt hat sich von 54 000 auf 34 000 Euro reduziert. Gleichzeitig verwies Sternagel aber auf den maroden Zustand des Bades. Becken, Technik und Rohre seien "antiquiert".

"Im Prinzip müssten sie ein neues Bad bauen", sagte Sternagel den Abgeordneten. Gegen die Behauptung eines Ausschussmitgliedes, er sei "darauf aus, das Freibad zu schließen", wehrte sich Sternagel: "Das ist die politische Entscheidung der Stadtverordneten, ich sage Ihnen nur, wie der Zustand gegenwärtig wirklich ist." eli 
Öko Test 14.5.04
Mach mal Dampf

in Besuch in der Sauna bringt das Immunsystem auf Trab und baut Stress ab. Ein Aufguss gehört für viele einfach dazu. Gute Nachrichten für Saunagänger: Von 23 untersuchten Aufgüssen bekommen 21 die Note "sehr gut".

Die Deutschen sind Saunafans. Mehr Heimsaunen als hier zu Lande gibt es in Europa nur noch in Finnland: Dort hat jeder vierte bis fünfte Einwohner eine Sauna im Haus. Öffentliche Saunabetriebe gibt es dagegen in Finnland kaum. In Deutschland ist das Schwitzbad in der Menge jedoch sehr beliebt: Es gibt weit mehr als 15000 öffentliche Saunen in Bädern, Hotels und Sporteinrichtungen.
In größeren Bädern ist das Fachpersonal für den Aufguss zuständig. Mit mehr oder weniger Showeffekten wird dann beispielsweise zu jeder vollen Stunde ein Dampfspektakel inszeniert. Die Bandbreite der Zusätze reicht von Eukalyptus, der die Atemwege frei machen soll, bis hin zu Spaßaufgüssen mit dem Duft exotischer Früchte.
"Kinkerlitzchen", sagt dazu der Münchener Medizin-Professor Hans-Dieter Hentschel. Er hat auch in Finnland wissenschaftlich gearbeitet und ist dort zum Anhänger der reinen Sauna-Lehre geworden. "Die Finnen tauchen Birkenzweige in das Aufgusswasser und schlagen sie sich dann auf die Haut, um die Durchblutung anzuregen. Die Blätter der finnischen Birke geben dabei ihren Duft ab", erklärt der Professor.
Mit der deutschen Birke ist das leider nicht möglich, weil deren Blätter abfallen. Andere Aufguss-Zusätze hält Professor Hentschel für unnötig und plädiert für bloßes Wasser. Dies trägt dazu bei, dass von dem Holz der Saunawände ein aromatischer Duft ausgeht: "Ein Aufguss ist auch ohne Zusätze komplett. Ein Saunagang ohne Aufguss übrigens auch."
Für alle, die sich nicht mit Wasser begnügen wollen, gibt es fertige Aufguss-Zusätze. Wir haben uns 23 Produkte näher angeschaut, darunter Produkte für den Endverbraucher und solche, die nur an Saunabetreiber verkauft werden. Wir haben uns für die meistverkauften Duftnoten Eukalyptus und Minze entschieden, auch einige Nadelholz-Düfte sind dabei.


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An 21 Produkten haben wir nichts auszusetzen; sie bekommen die Note "sehr gut".
In zwei anderen steckt Delta-3-Caren. Dieses Terpen kommt in verschiedenen ätherischen Ölen vor und gilt als starkes Allergen.
Öko Test 11.5.04
Gut betucht?

In Deutschland gehen nach Auskunft des deutschen Saunabundes rund 26 Millionen Menschen mehr oder weniger regelmäßig in die Sauna. Sie suchen in der trockenen Hitze vor allem körperliche Erholung und psychische Entspannung. Dafür sorgt das typische Sauna-Klima bei 80 bis 105 Grad Celsius und geringer Luftfeuchtigkeit und die anschließende Abkühlung im eisigen Tauchbecken.

Wer sich regelmäßig aufrafft und in die Sauna geht, ist außerdem besser gegen Erkältungen gewappnet, wenn es draußen wieder nasskalt und trüb wird. Denn die abrupten Temperaturwechsel stärken das Immunsystem und die Abwehrkräfte. Und wen eine Erkältung dann doch mal kalt erwischt, der überwindet - weil abgehärtet - die lästigen Symptome schneller. 

Das Praktische an dieser Wohlfühltherapie: Man benötigt zum Schwitzen keine großartige Ausrüstung. Es reichen Badeschlappen, Bademantel und vor allem ein Saunahandtuch, das man in der Saunakabine aus hygienischen Gründen unter seinen Körper legt. 

Die Tücher sind überwiegend aus Baumwolle, weil die sehr saugfähig ist und sich bei relativ hohen Temperaturen waschen lässt. Mit einer Größe von 70 x 180 cm oder 70 x 200 cm sind Saunahandtücher etwas schmaler als Badelaken, damit sie besser auf die Holzbänke in der Sauna passen. 

Wir haben 14 Saunahandtücher in den typischen Farben Weiß und Blau genauer unter die Lupe genommen, damit Sie nicht auf Umwegen doch noch Ihre Gesundheit gefährden. 

Das Testergebnis 

Mit den meisten der 14 getesteten Handtücher kann man sorglos seine Saunasitzungen genießen. Drei erhielten die Note "sehr gut", sieben bewerteten wir mit "gut". Lediglich vier Frottiertücher schnitten nur mit "befriedigend" ab. 

Zwölf Saunahandtücher sind beim Waschen stark eingelaufen - teils in Längs-, teils in Querrichtung. Besonders ärgerlich ist es, wenn die Bordüre so sehr krumpelt, dass sich das ganze Tuch völlig verzieht, wie bei dem Produkt von Möve. Lediglich die beiden Tücher der Firma Teka überstanden den Waschgang ohne Beanstandung. 

Vier Hersteller rüsten ihre Saunatücher mit Wasser abweisenden Weichmachern aus, obwohl die Tücher Wasser doch gerade aufsaugen sollen. Kein Wunder, dass diese Produkte beim Saugfähigkeitstest am schlechtesten abschnitten. Sie brauchten länger als zehn Sekunden - die Produkte von Karstadt und Ross sogar länger als eine Minute -, um das Wasser aufzusaugen. Dafür gibt es einen Minuspunkt. 

Der Stoff, aus dem die Tücher sind

Frotté besteht aus Kette (Längsfäden) und Schuss (Querfäden). Für den Schuss wird ein Effektzwirn mit Schlingen und Knötchen eingesetzt. Das recht harte Gewebe wird für Massagetücher verwendet. Frottier besitzt neben einer straff gespannten Grundkette und dem Schuss noch eine Schlingen bildende Kette. Das ist der Stoff für Frottierwaren wie Handtücher oder Bademäntel. Die hohe Schlingendichte macht das Gewebe saugfähig. Noch fülliger und saugfähiger ist Walk-Frottier, das mit einem speziellen Wasch- und Koch-Verfahren nachbehandelt wird. Werden die Frottierschlingen auf einer Seite aufgeschnitten, entsteht samtartiges Velour-Frottier.

Autor: Annette Dohrmann
all-in.de 7.5.04
Lob und Tadel für Therme 
Thema bei der Bürgerversammlung in Weißensee 
Füssen/Weißensee (lck). - Die Ankündigung von Bürgermeister Christian Gangl, das Thermen-Projekt in Füssen weiterverfolgen zu wollen, stieß bei der Bürgerversammlung in Weißensee auf ein zwiespältiges Echo: Lob und Kritik gab es für diesen Vorschlag. 

Gegen eine Weiterverfolgung der Therme sprach sich Josef Schneider aus. Sie sei schon ob der nahen Konkurrenz in Schwangau nicht sinnvoll. Was Gangl als Argument nicht gelten lassen wollte. Es sei sehr wohl ein Thema für Füssen und seine Ortsteile zur Schaffung einer möglichen "zweiten Tourismussaison", um bisher schwache Zeiten zu überbrücken. Wenn die Ansicht Schneiders zuträfe, dürfte das niederbayerische Bäderdreieck oder die Thermenlandschaft in der Steiermark, wo der mögliche Thermeninvestor seinen Sitz habe, nicht so gut funktionieren. Passen musste der Bürgermeister beim zweiten Teil der Frage nach den bisherigen Planungskosten. Weil damit die verschiedensten Mitarbeiter im Rathaus befasst gewesen seien, sagte er hierzu. Lediglich die Ausgaben für die erstellte Voruntersuchung konnte er mit 20000 bis 25000 Euro angeben. Zuspruch nicht nur für das Thermenprojekt kam dagegen von Klaus Stöger. Die Stadt plagten viele Sorgen in Sachen Tourismus. Einige positive Ansatzpunkte habe Gangl aufgezeigt. Insbesondere bat er den Bürgermeister, ganz gezielt an der Therme dran zu bleiben. Zudem brauche Füssen als Tourismusort ein Haus wie das Kurhaus. Es sollte alles daran gesetzt werden, diese Einrichtung zu erhalten. -

"Übrig wie ein Kropf" 

Zuvor hatte Rudolf Mayr das Defizitobjekt in Frage gestellt. Es sei "übrig wie ein Kropf". Die Gegenrechnung von Schulden und Fehlbetrag für ein paar Veranstaltungen im Jahr passe nicht. Er frage sich, so Mayr, warum man die Entscheidung immer noch vor sich herschiebe. Wenn der finanzielle Rahmen zu sehr überspannt sei, müsse man sich von Einrichtungen wie dem Kurhaus trennen. Dabei verteidigte Gangl die Ausgaben für Heizung und Bühnensanierung als notwendig. Notwendig sind sie auch deswegen, damit ein mögliches Konzept, über das übrigens in den kommenden Wochen beschlossen werden könnte, überhaupt eine wirkliche Chance hat. 
Märkische Allgemeine 4.5.04
Wasseranlage unter der Lupe 

FRED HASSELMANN

BELZIG - Die Kur- und Freizeit-GmbH (Kuf) hat kürzlich ein Gutachten in Auftrag gegeben, mit dem die derzeit überdurchschnittlich hohen Betriebskosten, die offenbar vor allem durch eine noch nicht optimal funktionierende Badewasseraufbereitungsanlage verursacht werden, untersucht werden sollen.

Wie Geschäftsführer Jens Hackbart auf Anfrage der MAZ bestätigte, solle nun geprüft werden, ob es sich dabei um normalen Verschleiß, einen Planungs- oder Ausführungsfehler handelt. "Voraussichtlich", so der Kurdirektor, "werden die notwendigen technischen Veränderungen Kosten in sechsstelliger Höhe verschlingen." Die erforderlichen Arbeiten sollen im Zuge der planmäßigen zwei Revisionswochen durchgeführt werden, die deshalb von Juni auf August/September verschoben wurden. "Ein genauer Termin steht noch nicht fest", so Hackbart. "Wir haben aber unsere Mitarbeiter schon darüber informiert, dass sie - soweit wie möglich - ihre Urlaubspläne noch einmal überdenken müssten."

Obwohl die entstehenden Kosten in jedem Fall aus den Gewährleistungsansprüchen der Stein-Therme beglichen werden, zeichnet sich bereits ein Problem ab: Sowohl das für die Planung zuständige Büro in Mainz als auch die Firma Konzmann - sie war für die Ausführung verantwortlich - haben Insolvenz angemeldet, so dass der Kuf - ähnlich der Belziger Wohnungsgesellschaft (Bewog) - ein langwieriger Kampf um das ihr zustehende Geld bevorstehen könnte.

Energisch widersprach Hackbart Gerüchten, wonach die Chloranlage zur Reinigung des Wassers defekt sei. "Die Qualität des Wassers steht überhaupt nicht zur Debatte und war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Wir lassen sogar häufiger als gefordert freiwillig Proben nehmen, was zwar mit zusätzlichen Kosten verbunden ist, uns aber die Gewissheit gibt, auf der sicheren Seite zu stehen", so der Kurdirektor.

Das Problem sei vielschichtiger. "Noch ist der technische Aufwand zu hoch, um eben täglich jene gute Qualität zu gewährleisten." Auch das so genannte Duftbecken ist von den technischen Mängeln betroffen. Verwendete Zusatzstoffe sollen die Filter zugesetzt haben. Derzeit werden pro Badegast noch 300 Liter Wasser verbraucht, in vergleichbaren Thermalbädern sind es nur 150 bis 180 Liter. "Das hängt auch mit einem noch nicht optimalen Filteraufbau, zusätzlichen Spülgängen etc. zusammen", betont Hackbart. Vor allem aber die geklärten Abwässer müssen strengste Parameter aufweisen, damit sie bedenkenlos in die Bäche der Umgebung geleitet werden können. "Und das alles kostet immens viel Geld."